Coiffeur- und Anzugszeit

Februar 7, 2010

Salut zusammen, zuerst einmal die gute Nachricht: Mutter geht es wieder besser! Somit konnte ich einen Grossteil der früher getragenen Verantwortung wieder abgeben … Ich atme bereits wieder freier.

Am letzten Mittwoch ging ich wieder mal zu meinem Coiffeur Leo Grögli hier in Wil. Wie üblich war dies ein wahrer Hochgenuss! Die Kopfmassage war grandios und ich sah endlich nicht mehr wie ein langhaariger Affe aus … Danaben gab es auch sonst viel zu erledigen … Diverse Male sprang ich bei Vater am PC ein, daneben auch die Bilder auf Flickr laden.

Ansonsten konnte ich nicht viel arbeiten. Das Problem war mein extremer Schnupfen. Die Nase war total verstopft und mein Hals kratzte stark. Donnerstag abends hatte ich sogar Schwindelanfälle und nachts wachte ich mehrmals auf, weil mein Hals trocken war. Am Morgen hatte ich zum Glück noch genügend Energie, um zu einer Bekannten zu gehen. Diese schenkte mir Anzüge ihres verstorbenen Mannes, die echt toll aussehen. Daneben drängte sie mir auch diverse Hemden und Hosen auf. Kleider habe ich jetzt für alle Bewerbungsgespräche und Präsentationen im letzten Semester auf jeden Fall … Doch der erwähnte Schnupfen sollte mich nicht mehr so schnell loslassen …

Freitags konnte ich noch knapp etwas für die Buchhaltung erarbeiten, ehe es wieder losging. Am Samstag musste ich schon recht früh raus, weil ein Freund von mir seine PC-Ordnerstruktur organisiert haben wollte. So fuhr ich halb lebend nach Kriens. Als er meinen Zustand sah, schleppte er mich kurzerhand in die Apotheke und kaufte mir Tigerbalm. Leute, das Ding ist Wahnsinn!! Bereits gestern schmierte ich mir 2 x eine kleine Dosis unter die Nase und atmete bereits freier. Allerdings ist es nicht ratsam, nach 17.00 einzuschmieren – denn das Zeugs ist stark und wirkt wie Kaffee (Folge: Nochmals eine schlaflose Nacht!). Heute Sonntag trug ich nochmals 2 x auf und fühle mich jetzt schon beinahe wieder gesund. Atmen kann ich auf jeden Fall freier und fühle mich auch viel wohler!!! Diese Dose werde ich in Ehren halten. Die Ordnerstruktur konnte ich übrigens sehr gut aufbauen, mein Freund war effektiv begeistert. Ich sehe mich immer mehr in diesem Berufsfeld, sei es nun als Archivar oder im Dokumenten-Management.

Bis auf bald dann wieder nächstes Weekend.


Credit Suisse ist echt kundenfreundlich!

Februar 7, 2010

Vor ein paar Stunden las ich den Artikel über die Credit Suisse. Schon vor Jahren gab es Gerde und ich überlegt mir, ob ich mein Vermögen von der Credit Suisse abziehen sollte.

Ich ging also zum Bankschalter und wollte die Annulation durchziehen. Mit diversen Argumenten wurde ich von der Schalterbeamtin nochmals neu “an Bord gezogen”. Meine Erlebnisse mit dieser Bank in der letzten Woche zeigten mir, dass ich richtig gehandelt hatte.

Als Hintergrundwissen: Ich bin ein relativ armer Student, habe aber zum Glück noch Vermögen in einem Zinsstufen-Sparkonto (Stufe 4.). Die Situation war die, dass ich vor Jahren auch ein Anlagekonto Flex abgeschlossen hatte. Letzthin ging ich zur CS in Wil mit dem Ziel, Geld für die nächsten Studiengebühren vom Anlagekonto Flex zu holen. Es spielte sich die folgende Szene am Schalter ab:

  • Die Schalterdame sagte mir geradeheraus, dass das Anlagekonto Flex viel weniger Zins habe als das Zinsstufen-Konto. Sie riet mir, das Flex-Konto aufzulösen.
    –> Sie war ehrlich und lösungsorientiert
    dem Kunden gegenüber!
  • Hinter dem Schalter wartete eine Frau im Pelzmantel. Die Schalterdame wurde nicht etwa ruppig, sondern nahm sich genau die Zeit, die wir brauchten.
    –> Obwohl ich nicht reich bin, wurde ich
    genau gleich behandelt wie ein reicher Kunde. Keine Klassenunterschiede!!
  • Abends bekam ich einen Anruf der CS-Hotline. Die Schalterdame hatte das Valutadatum für Kontoauflösung und Überweisung des Betrages falsch gesetzt. Noch am gleichen Tag wurde dies erledigt.
    –> Bei
    Fehlern wird sofort reagiert, zum Wohle des Kunden. Bravo!

Schon seit Jahren habe ich mein Sparguthaben bei der Credit Suisse. Ich vertraue dieser Bank und werde ihr auch weiterhin vertrauen. Ich hoffe, dass dies andere Anleger und Kunden ebenfalls tun werden.


Hoert WilMobil wirklich auf ihre Kunden?

Februar 4, 2010

Heute morgen war ich beim Unterschriftensammeln für die IG Stadtbus Wil. Wir kämpfen weiterhin für den Erhalt der Bushaltestellen “Kienbergerstrasse” und “Rosenberg” auf der Linie 701 Neulanden.

Ich gebe es zu: Bis vor wenigen Tagen war ich absolut dafür, dass die beiden Haltestellen abgeschafft wurden. Mit dem neuen Fahrplan habe ich Anschluss an vier Buslinien erhalten: 701, 703, 722 und das Postauto nach Zuzwil. Weil jede Viertelstunde ein Bus fahren sollte, habe ich schnellen Anschluss vom Bahnhof ins Quartier – bis spät in den Abend hinein. Ich könnte mich also nicht beklagen – trotzdem tue ich es!

Wie ich es drehe und wende: Mit der neuen Regelung muss ich weiter laufen als vorher. Dies ist zwar noch harmlos, wenn man kein Gepäck dabei hat. Kommt man aber, beladen wie ein Packesel aus den Ferien, ist dies sehr unangenehm! Ausserdem ist auffällig: Bei den Wohnblöcken fährt kein einziger Bus mehr vorbei! Bei den Einfamilienhäusern, wo meist mehr als ein Auto pro Haushalt in der Garage steht, fährt der Bus hingegen durch. De facot werden die Reichen noch reicher und die Armen noch ärmer gemacht!!

Zudem: Will man bei der Bushaltestelle “Breitenloo” (Linie 703) aussteigen, muss man die viel befahrene Konstanzerstrasse überqueren. Ohne Fussgängerstreifen: Sowohl für Passanten, als auch für Autofahrer ein gefährliches Ärgernis! Kommt hinzu: Türmen sich am Trottoir die Schneehaufen, ist ein Durchkommen extrem schwierig bis unmöglich. Es kann sogar vorkommen, dass wir Passagiere dann über eine längere Distanz mit allem Gepäck auf der Strasse herumlaufen müssen (sehr zur Freude der Autofahrer).

Die  Bevölkerung wurde nur schlecht informiert. Sorry, aber unter “Information der Bevölkerung” verstehe ich was anderes als Blätter der Stadtverwaltung mit knappen Hinweisen darauf. Man denke auch an all die älteren Mitbürger, die nicht mehr an besagten Stationen ein- und aussteigen können.

Die Fahrer sind gestresst und fahren zum Teil halsbrecherisch ihre Strecken ab. Da hilft keine “gute Ausbildung”, sonder einfach mal die Einsicht: WIL IST NICHT EINE GROSSSTADT! Wir sind noch immer in der Provinz.

Aus all meinen Erfahrungen mit Direktbetroffenen fordere ich die WilMobil auf:

  • Hört uns bitte endlich zu.
    Hört uns zu, geht auf uns ein, fragt uns, was wir wollen.
    Lanciert zum Viertelstundentakt eine Volksabstimmung!
  • Führt bitte die Haltestellen “Kienbergerstrasse” und “Rosenberg” wieder ein.
    Denkt an all die älteren Mitbürger, die nun irgendwie zurechtkommen müssen.
  • Erstellt bitte an der Haltestelle “Breitenloo”  einen Fussängerstreifen und räumt die Schneehaufen vor dem Trottoir.
    Es kann nicht angehen, dass aussteigende Passagiere beinahe überfahren werden.
    Die Schneehaufen beim Trottoir gegenüber gehören weggeräumt!
  • Lasst die Fahrer bitte in Ruhe ihre Arbeit machen.
    Gestresste Busfahrer könnten eher Unfälle bauen als solche, welche “normal” fahren dürfen.
    Vorschlag: 20-Minuten-Takt anstatt Viertelstundentakt.

Falls ihr, von WilMobil, diesen Blog lest: Bitte erfüllt die obigen Forderungen, soweit dies kostenmässig möglich ist. Ich verstehe eure Sicht, v.a. bezüglich der Kosten ja auch. Aber seien wir mal ehrlich: Kann es denn so weitergehen?


Traurige und erholsame Lernwochen

Februar 2, 2010

Salut zusammen, die letzten Wochen waren von extremen Gefühlen geprägt. Es wird wahrscheinlich ein etwas längerer Eintrag werden …

Der Montag und Dienstag waren geprägt vom Lernen auf die Records-Management-Prüfung. Allmählich kam ich wirklich an meine Grenzen! Seit Dezember 09 lernte ich nun hierfür … Allmählich kannte  ich alles auswendig, doch ich war noch lange nicht da, wo ich sein wollte. Am Sonntag hatte  ich einen Probetest ausgearbeitet. Diesen arbeitete ich am 2. Lerntag durch. Am Extremsten wurde der Mittwoch! Man hatte mir zwar versichert, dass der Leitfaden für den Projektkurs am Kleinsten der ganzen Arbeit sei. Nun gut, dennoch war er 90 Seiten lang. Ich musste ihn ebenfalls durchlesen und die Rechtschreibung korrigieren. Nach 8 Stunden lesen war ich beinahe “dure bi Rot”!!

Donnerstags dann die Projektpräsentation. Wir trugen alles vor, die Schwierigkeiten blieben zum Glück unerwähnt. Der Dozent sagte mir lediglich zwischen Nüsschen und Wein, er wolle nochmals mit mir sprechen wegen des Wahrnehmungsproblems und der Bewertung des Kurses. Ich war schockiert! Ich wusste nicht, was er von mir noch wollte – es war doch alles geklärt. Ich konnte nicht mehr!! In diesem Zustand rief ich zu Hause an. Ich wollte Mutter sagen, was sie noch mitnehmen sollte fürs Skiweekend. Doch nun war es Vater, der mir sie partout nicht ans Telefon geben wollte. Grund: Sie hatten zu Hause Besuch und Mutter musste “unterhalten”. Es war zuviel und ich schrie Vater an wie schon seit Jahren nicht mehr. Ich entschuldigte mich hernach bei ihm. Als ich ihm sagte, wie es um mich stehe, gab er mir dann schlussendlich doch Mutter ans Telefon … Danach der nächste Konflikt: Einer unsere Jungen im Lehrlingshaus hatte es geschafft, die Wäsche nicht aus der Maschine zu nehmen. So musste ich sie, sobald die Waschzeit zu Ende war und weil der Wäschekorb schon voll war, auf den Boden werfen. Weil er auch am Lernen war rastete er vor mir komplett aus und behauptete, ich hätte auf seine Kosten gewaschen. Ich tat, was ich in solchen Fällen immer tue: Schweigen und hernach nochmals zum  betreffenden Studenten gehen und reden. Wieder mal bewährte sich diese Strategie und wir konnten Frieden schliessen. Doch für diesen Abend hatte ich genug!

Am Freitag noch ein paar administrative Arbeiten und Samstags die Fahrt nach Scuol ins Skiweekend. Weil ich Prüfungswochen hatte nahm ich ein Einzelzimmer. Meinen Eltern und vor allem meinem Bruder, der mit mir im Zweierzimmer hätte schlafen sollen, wollte dies einfach nicht in den Kopf! Ansonsten verbrachte ich aber wirklich schöne Tage mit Bad, Skipiste und herrlichem Abendessen. Wahrlich, das Hotel Traube in Scuol gefällt mir immer wieder! Toller Service, herrliche Zimmer und fantastisches Essen!!

Montags reiste ich retour und um 14.00 stand das Kontrolltraining im Body Plaza an. Mein Fettgehalt war wieder etwas rauf, kein Wunder bei all dem Essen in den Ferien! Danach folgte noch der Leistungsnachweis in Media Design – die Gestaltung einer Homepage mit einer wissenschaftlichen Arbeit. Dies war auch nicht ganz einfach und beanspruchte einen Tag. Donnerstags dann die Besprechung mit dem Dozenten für PK. Er gibt mir nun einfach eine 4.0 auf Grund der Prozentanteile, die ich gearbeitet hatte.  Niemand wollte mir sagen, wie hoch dieser Anteil war. Mal wieder schweigen und aufs Maul hocken! Dafür installierte ich am Freitag eine Open-Source-Zeiterfassungssoftware. Ich wusste warum … Doch zurück! An diesem Tag auch die Prüfung für Records Management. Es ging sehr gut, ich hatte eine unerklärliche Energie in mir. Woher sie kam, sollte ich am Abend erfahren.

Am Donnerstag Abend rief mich Mutter an und sagte mir, dass meine Grosstante in Chur verstorben sei. Mich haute es um! Da hatte ich noch vorher mit der Klasse Kaffee getrunken und innerlich gejubelt, weil die Tests nun durch waren. Und nun das! Nach all dem Trubel kam ich aber nun zur Besinnung. Ich nahm mich selber wahr wie schon lange nicht mehr: Mein Atem, mein Körper, meine Stimmung. Ich beschloss, den TV auszuschalten und einen Satz Rosenkranz (den einzigen, den ich kenne) zu beten. Für Fachleute: “Der, der mit Dornen gekrönt wurde”. Ich wusste, es war gut so, dass sie gestorben war. All das Leiden, der langsam alternde Körper und ihre Angst vor dem Tod … Es war gut, dass sie gehen durfte ohne allzu grosse Schmerzen. Ich mochte sie sehr. Als es mir im 1. Semester schlecht ging, war ich bei ihr stets willkommen. Ich konnte reden und abladen. Wie sehr schmerzte und schmerzt mich dieser Verlust!

Freitags dann die Beerdigung. Eine Frau Pfarrer mit Hippiefrisur hielt die reformierte Andacht – wie geschmacklos! War dies das Leben meiner Grosstante gewesen? Hippie, cool und fesch? Nein, alles andere als das. Wenn ich mich also nicht aufregte lauschte ich den wirklich schönen Worten der Frau Pfarrerin, kondolierte meinem Grossonkel und ging an ihr Grab. Doch es sollte noch schlimmer kommen! Die Eltern fuhren retour in die Skiferien. Am Samstag reisten wir alle zusammen nach Hause – Mutter jedoch krank. Sie hatte diesen Stimmungswandel, verbunden mit einem grässlichen Fischgericht am Vorabend, nicht verdaut. Folge: Magendarmgrippe. Als wir in Zürich umstiegen und Mutter sich übergeben musste, sah uns zu allem Überdruss auch noch mein Dozent für Information Retrieval. Wie peinlich! Irgendwie schafften wir es nach Hause.

Zu Hause musste ich die Erledigung der Wäsche übernehmen, Vater kochte dafür am Sonntag. Nun müssen wir den Haushalt schmeissen und können längst nicht alles erfüllen, was Mutter möchte. Heute wollte sie z.B., dass ich für sie Unterschriften sammeln ging. Daneben machte ich freiwillig die Wäsche und säuberte zwei Stockwerke mit dem Staubsauger. Daneben sollte ich heute um 19.00 mit Vater in die Lichtmesse. Die Messe musste ich sausen lassen, das hier war mir wichtiger. Irgendwo musste ich mich einfach mal abgrenzen! Fazit: Trotz Ferien nur wenig Erholung. Hoffe, dass Mutter bald gesund wird. Denn unter dieser Mehrbelastung – Haushalt, z.T. noch Schularbeiten etc. gehe ich beinahe drauf! Bis bald dann wieder, es kommen sicher wieder bessere Zeiten.


Harte Lerntage und schöne Landschaft

Januar 16, 2010

Salut zusammen, die Lerntage an und für sich waren nicht unbedingt krass vom Stress als vielmehr von den Motivationsproblemen her. Was alles ablief, war extrem …

Montags hatte ich zu Beginn sehr Mühe. Am Morgen erledigte ich diversen Kleinkram – von der Buchhaltung bis zum Bloggen. Ich konnte mich einfach nicht für Records-Management lernen motivieren. Doch am Nachmittag wusste ich, dass ich einfach musste! So startete ich um 15.00 – vormals wollte ich um 10.00 starten. Doch zum Glück schaffte ich bis 18.30 doch noch alles, was ich wollte. Dienstags dann repetierte ich am Morgen nochmals alles. Am Nachmittag das Gespräch über meine berufliche Zukunft mit Herrn Wendler, Stadtarchivar von Chur. Wir zogen folgendes Fazit:

  • Geeignet: Überschaubarer Posten mit ein Chef (dringendes Abraten von Chefposten in Archiv nach Ausbildung!), Erschliessungen und evtl. Telefonate entgegennehmen.
  • Nicht geeignet: Lesesaal-Aufsicht (müsste mich zu oft umstellen auf Klienten, die kommen).

Zudem gab er mir den Rat, mich beim Staatsarchiv in Zürich zu bewerben. Da ich jedoch erst im September starten kann, wegen der Bachelorarbeit, klappte dies leider nicht.

Am Mittwoch nahm ich nochmals ganz konkret durch, wie eine wissenschaftliche Arbeit aufgebaut wird. Dies war das letzte Puzzelteilchen, das mir noch fehlte. Dies, nachdem ich das Zitieren geklärt hatte. Dieses Wissen nutzte ich wiederum, um die gesamte MEDE-Arbeit umzuschreiben. Am Abend war ich vollkommen fertig – doch es sollte noch “besser kommen”!! Donnerstags erst mal das Plakat beenden für das Seminar, hernach noch Buchhaltung und am Nachmittag das Zimmer aufräumen. Das Härteste aber war eindeutig der Besuch bei meiner Grosstante im Kreuzspital Chur. Sie hatte einen Virus und ich musste mit Mundschutz, Handschuhen und Spezialanzug rein. Die erste Nacht schlief sie nicht und sagte dauernd, dass in diesem Spital ein Bekannter oder Verwandter von ihr gestorben sei. Über den Tod wollte sie aber nicht reden. Schade, ich hätte ihr gerne etwas mitgegeben. Es war so grauenhaft frustrierend. Sie konnte mein Gesicht nur knapp sehen. Ob ich lächelte oder nicht – sie sah es ganz einfach nicht. Zudem roch es überall nach Tod und Verwesung (eigene Empfindung). Ich denke, dass hier bald mal eine Verwandte von uns gehen wird. Hernach trainierte ich wie schon seit Jahren nicht mehr. Unglaublicherweise hatte mir der Besuch doch recht Kraft gegeben …

Freitags ass ich noch im Lehrlingshaus das Frühstück und ging danach ins Café Merz. Dort schnappte ich mir einen Latte Macchiato und ein Schokotörtchen und genoss es einfach mal so richtig. Hernach fuhr ich mit dem Glacierexpress (Fotos) von Chur nach Brig. Es war einfach so absolut herrlich! Das Wetter war gerade Recht, das Mittagessen fantastisch. Und erst die Landschaft … Leute, so was habt ihr noch nie gesehen! Solch eine unberührte Natur, nur der Zug und wir … Die Fotos sprechen Bände! Heute Samstag noch der Besuch unseres ehemaligen Messmers. Wir hatten es wirklich lustig zusammen! Er erinnerte sich noch an einige Episoden, u.a. die erste Ministranteprobe … Morgen wird’s wieder nach Chur gehen – mal sehen, was ich im Zug arbeiten werde. Evtl. lese ich auch einfach mal ein Buch … Bis auf bald dann mal wieder.


Neues Jahrzehnt willkommen!

Januar 11, 2010

Salut zusammen, bei mir ging über Neujahr einiges ab …

Am 31.12.09, Donnerstag, fuhr ich nach Baar. Dort feierte ich mit den Leuten vom Fokolar das neue Jahr. Es war wirklich herrlich! Alles war vorhanden – von Darbietungen übers Nachtessen mit Dessert bis zum besinnlichen Teil. Wirklich genial! Am Freitag dann der Brunch und ein langer Marsch mit einem guten Freund (deine Vorstellung von mir als Freund berührte mich ehrlich!) und einem Geistlichen vom Zentrum. Thema waren die Vorsätze, wobei ich mir da einiges gefasst habe: Mehr Auto fahren und Kochen. Mal sehen, was da gelingt …

Samstags dann der Besuch bei meinem älteren Cousin in St. Gallen. Es war wirklich schön! Nach dem Anstossen assen wir Fondue und ich probierte wiederum den neuen Fotoapparat aus … Wir diskutierten, lachten und zum Schluss sangen wir gemeinsam, während uns die Freundin vom Cousin auf der Violine begleitete. Ein wirklich toller Abend! An diesem Wochenende geschah denn auch nicht mehr viel – Heimreise nach Chur und noch ein wenig ausspannen.

Montags dann die Probe für die Präsentation des Seminars. Es ging wirklich gut, trotzdem war ich etwas nervös darauf – denn jetzt sollte bewertet werden … Am Dienstag dann die Prüfung mit den alten Schriften in historische Disziplinen. Die Testzeit war uns mit 80 min. angekündigt worden – am Schluss waren es effektiv 3h 15 min.!! Trotzdem lief alles glatt, es machte echt Spass und ich konnte viel übersetzen (bis auf den letzten Text aus dem 17. Jahrhundert …). Um 11.30 schlug uns der Dozent vor, wir könnten ja bis 11.50 arbeiten. Bei mir ging es aber einfach nicht mehr. Ich sah nichts mehr und musste dringends aufs WC. Schlussendlich hörte ich pünktlich auf und lief wie ein Affe aus dem Zimmer!

Mittwochs dann erwähnte Präsentation. Noch immer war ich etwas nervös, bis die Türe aufging und mein Lieblingslehrer hereinkam. Jetzt wusste ich: Es konnte nichts mehr schief gehen! So wurde ich sehr ruhig und konnte alles gelassen vortragen. Am Nachmittag dann der Projektkurs (Feedbackrunde und Projektstand) und die Vorbesprechung für die Bachelorarbeit. Diese könnte recht hart werden, doch ich denke trotz allem, dass es machbar sein wird. Ich habe fest vor, schon in den Ferien einen Plan auszuarbeiten. Für etwas werden es ja drei Wochen Ferien sein …

Donnerstags dann der Morgen mit Fragen zu Records Management formulieren. Am Nachmittag dann die eigentliche Stunde. Es ist echt extrem! Erst als der Dozent uns ein Fallbeispiel gibt bemerke ich, wie viel ich eigentlich bis jetzt schon gelernt und verstanden habe! Wahnsinn, in der Feedbackrunde sage ich denn auch, dass es mein absolutes Lieblingsfach war und ist. Für diese Leistung und die ganze Woche allgemein gehe ich am Freitag mal wieder ins Hamam. Leider hat es extrem viele Leute, so muss ich auf die Warteliste. Trotzdem, wie üblich, gefällt es mir wirklich sehr, sehr gut! An diesem Weekend erhole ich mich vor allem und mache Samstags noch den Buchhaltungsabschluss. Sonntags fahre ich wiederum nach Chur retour. Dieses Weekend war echt erholsam und tat mir echt gut! Bis auf bald dann mal wieder …


Weihnachten en famille

Dezember 31, 2009

Diese Woche war geprägt von extrem vielen Eindrücken …

Anfangs Woche begann ich mit dem Lernen für die kommenden Prüfungen. Jetzt ist alles verschoben – schon im Januar kommt die erste Prüfung. Als erstes wollten am Montag die historischen Schriften gelernt sein. Danach folgten noch weitere Projekte und die Vorbereitungen für die Records Management-Prüfung. Das Lernen verlief eher unspektakulär, denn ich war erst in der “Aufwärmphase”.

Bemerkenswerter waren meine Vorbereitungen auf Weihnachten. Am Dienstag Nachmittag nahm ich mir frei und ging zum ehemaligen Stadtpfarrer beichten. Dies war ein wirklich schönes Erlebnis! Nach wie vor verstehen wir uns sehr gut und Meinrad hat auch stets das richtige Büchlein für mich bereit. Donnerstags folgte der Coiffeur, auch immer ein Erlebnis! Schon seit Jahren gehe ich zu Leo und bin immer wirklich zufrieden!!

Weihnachten selber erlebte ich dieses Jahr echt intensiv. Am 24.12. machte ich tagsüber mein digitales Langzeitarchiv für die Buchhaltung. Endlich ist alles geordnet und ich weiss, was wo genau verstaut ist. Dies war wirklich nötig, schliesslich lagen die Daten zum Teil auf meiner alten Festplatte und andernteils auf der neuen wild durcheinander. Nach einem ISAD(G)-Beschrieb erstellte ich eine Klassifikation und eine Übersichtstsbelle in Excel, was wo genau abgelegt wurde. Wirklich toll!!! Am Abend führte uns Mutter schon um 17.00 in den Abend ein mit alten Zeichnungen, die mein Bruder und ich gemacht hatten. Das Gelächter war allseits gross und die Stimmung einfach super! Mein Bruder war auch da – nicht selbstverständlich!! Eigentlich hätte er in die Armee einrücken müssen, doch ihm wurde in letzter Minute abgesagt. Wie auch immer, nach einem köstlichen Abendessen dann die Bescherung. Für mich gab es einen neuen Fotoapparat, die Qualität der Bilder ist einfach Wahnsinn!

Am Weihnachtstag dann nochmals ein herrliches Mal (siehe Flickr-Account), viel Ausruhen und Ausprobieren des neuen Fotoapparates. Am 26.12. kam die Gotte von Mutter, wie üblich. Sie ist über 70 und redet nur noch vom Altersheim – war’s uns langweilig! Zudem war sie so alt und gebrechlich dass ich keinen Moment wusste, ob sie gleich das Zeitliche segnet! Sonntags gingen Mutter und ich an den Christkindmarkt nach Colmar. Es war so herrlich!! Vor allem als es Nacht wurde war es so fantastisch! Die Häuser sahen einfach wundervoll aus und die Stände wie kleine Häuschen … Einfach unbeschreiblich!! Fotos gibt’s übrigens auch wieder über Flickr. Wie auch immer, bis bald dann wieder …


10 Jahre IW und Wahrnehmungsfragen

Dezember 20, 2009

Salut zusammen,

die letzten Wochen waren sowohl stark von meiner Vergangenheit als auch meiner Zukunft geprägt.

Montags die Probe der Fokusgruppe. Auch wenn zwei Leute wegen meinem Wahrnehmungsproblem wirklich viel für mich machen – ich kam mir vor wie ein Aussätziger. Während der gesamten Probe sass ich einfach da, sagte nichts und schwieg vor mich hin. Gekrönt wurde das ganze Fiasko mit meinem Gespräch mit dem Projektkurs-Dozenten, dem ich meine Wahrnehmungsprobleme näher brachte. Na toll!!

Dienstags
dann meine Feier zu 10 Jahren IW. Am 08.12.1999 hatte mich eine Berufsberaterin zum ersten Mal darauf hingewiesen, dass sie mich im Archiv sehen würde. Sie listete vielfältige Gründe auf, so unter anderem meine Ordentlichkeit u.a. Danach war ich jedoch jahrelang von der IV gefangen und konnte nicht meinen Willen umsetzen. Erst beim Treuhänder merkte ich endlich, dass ich ins Archiv gehörte. 10 Jahre lang IV, Rente und zum Teil auch Demütigungen. Doch es war es wert gewesen! Ich wäre heute nicht der, der ich bin, ohne diese “Zusatzschlaufen” (siehe 10 Jahre InfoWissenschaft Manuel_Version 2). Am Abend ging ich auswärts ins Zollhaus zum Nachtessen. Ein herrliches Kappuns und ein gutes Tröpfchen Wein gehörten für mich eben schon dazu.

Am Mittwoch fuhr ich bereits nach Wil retour, denn am Donnerstag ging es ganztags ins Bundesarchiv (BAR) in Bern. Echt interessant! Am Morgen war’s zwar ein wenig anstrengend – Besprechung von GEVER. Vollkommen unnötig, denn am Nachmittag nahmen wir die ganze digitale Archivierung nochmals detailliert in der Gruppe durch. Für die Heimfahrt hatte ich mir ein Klassenwechsel-Ticket besorgt, ich hatte es bitterlichst nötig! So konnte ich in der 1. Klasse noch etwas schlafen … Am Samstag traf ich dann meinen Paten in Zürich. Es war echt toll!! Wir gingen zusammen ins Kino und Pizza essen. Er sagte mir vieles, was mir bei der Besprechung von kommendem Donnerstag nützlich sein wird …

Montags dann ein wirklicher Hammer! Ich entdeckte das Inserat für die Stelle des Historiker Archivars im SBB-Archiv in Bern. Eine wirklich tolle Stelle!!! Einerseits erschliessen für sich alleine, Kundenbetreuung und andererseits, als Spezielaufgabe, die Überprüfung von Buchhaltungsbelegen. Alt und Neu würden sich vereinen, voller Begeisterung bewarb ich mich noch gleichentags!! Die Stelle wäre, so bin ich überzeugt, echt auf mich zugeschnitten!! Am Dienstag das Stadt- und Staatsarchiv besichtigen. Wirklich interessant (v.a. die Ausführungen über Records Management!), doch leider überziehen sie wieder mal die Mittagspause. Zum Glück hat der Dozent am Nachmittag Verständnis dafür, dass ich etwas später komme.

Am Mittwoch ein reiner Marathon.  Morgens die Sitzung zum Seminar, welche auch wieder länger in den Mittag hinein dauert. Zum Glück ist wenigstens am Nachmittag früher fertig! So kann ich noch gut trainieren gehen. Donnerstags erst am Morgen das Gespräch mit dem Studienleiter wegen der Wahrnehmungsprobleme. Im Wesentlichen kamen dabei die folgenden Lösungen heraus:

  • Ich werde in Zukunft, falls ich was nicht mitbekam, direkt und sofort Fragen stellen.
  • Ich konzentriere mich nur auf meine Aufgaben und nehme das Andere nicht mehr unbedingt wahr.
  • Gruppenprotokolle übertrage ich in ein eigenes Protokollraster, das für mich übersichtlicher ist.
  • Ich suche mir pro Modul eine Person aus, die mir bei Fragen weiterhilft.
  • Ich melde mich nicht mehr für Zusatzaufgaben.
  • Die Dozenten werden vom Studienleiter informiert, dass sowohl Strukturen als auch regelmässige Pausen notwendig sein werden.

Lange Liste, doch mit genügend Unterstützung sollte es möglich sein, hier weiterzuarbeiten. Freitags dann noch die letzte Gruppenarbeit und dann ab nach Bad Ragaz ins Thermalbad. Es war wirklich toll! Samstag noch das Weihnachtsessen mit einem Ex-Studentenkollegen im Zeughauskeller Zürich. Wirklich toll gekochtes Essen, auch wenn es etwas lärmig war. Heute Sonntag noch Kirchgang mit Intermezzo (bandenmässiges Betteln in und vor der Kirche) sowie jetzt dann gleich der Beginn des Lernens für historische Disziplinen. Bis nächste Woche dann wieder …


Feiern und Melancholie

Dezember 7, 2009

Hallo Leute, genau so wie der Titel war auch meine Woche – echt durchzogen. Am Ende war ich echt kaputt – doch der Reihe nach.

Vorletzten Sonntag schrieb ich meiner alten Lehrerin der Privatschule. Ich teilte ihr mit, dass ich ihr verziehen hatte und zeigte ihr meinen Weg auf. Bis zum heutigen Tage erhielt ich keine Antwort, aber so war sie ja schon immer. Lieber verdrängen und wegschieben als was dazulernen!! Dienstags dann nochmals mit einer Kollegin hingesetzt und fürs Seminar die Folien zur Präsentation des Plakates durchgearbeitet. Noch schaut alles gut aus …

Der Mittwoch wird der Hammer! Nach der Schule wollen zwei Studentinnen unbedingt mit mir sprechen. Sie sagen mir, dass ich z.T. Arbeiten nicht korrekt abgegeben hatte und somit die ganzen Gruppenarbeiten verlangsamt hatte. Es war mir zum Glück gelungen, einer der beiden am Tage vorher noch das Thema zu entlocken und ich konnte mich so vorbereiten. Am Tag darauf, an der Sitzung betonte ich, dass sie mir solche Anliegen doch sofort sagen konnten – doch offenbar wollten sie mich “schonen” vor der ganzen Klasse. Ich kenne diese Leute und weiss daher zum Glück, dass es NICHT ums fertigmachen geht wie damals im VK …

Doch was waren genau die Probleme? Im Grunde genommen gab und gibt es zwei, sie hängen beide mit dem angeborenen Wahrnehmungsproblem zusammen:

  • Unaufmerksamkeit bei Sitzungen am Abend
  • Unaufmerksamkeit bei Sitzungen, welche sehr lange dauern (manchmal 4 Stunden mit nur einer halben Stunde Pause dazwischen).

Mein Problem war und ist momentan noch dann, dass ich zwar die gesprochenen Sätze höre – aber keinen Kontext daraus schliessen kann. Ich höre wohl Wörter, aber ohne Zusammenhang. Dies wiederum hat zur Folge, dass ich den Gesamtzusammenhang nicht verstehe. Ziemlich schei … benhonig!

Doch wo ein Problem ist sind auch Lösungen:

  • Für lange Sitzunge: Gotti-Prinzip. Die Mitstudentin würde mir dann erklären, was genau abgeht im Gesamtkontext.
  • GENAUE Rückfragen stellen mit Inhaltsrapport und aktiver Kommunikation.

Bis jetzt hat es bei einer Gruppenarbeit funktioniert … However, Donnerstags durfte ich noch vor die ganze Klasse stehen und nochmals alles erklären. Es war echt hart. Da kam der Chlausabend der Studentenschaft gerade recht. An unserem Tisch wurde viel gelacht und meine zu Beginn schlechte Stimmung war so schnell wieder verflogen. Aus lauter Blödsinn machte ich sogar bei einem Skifahrer-Game mit. Natürlich verlor ich hochaus mit drei Minuten Abfahrtszeit … Es war ein wirklich toller Abend, Kompliment an alle Organisatoren!

Freitags dann erst mal ausschlafen und es ruhig angehen lassen. Auf der Heimfahrt döse ich halb weg, der Vorabend hat, trotz wenig Alkoholkonsum, seine Folgen! Am Abend dann SF bi de Lüt – ich schwelge in schönen Erinnerungen an meine ehemalige VK-Zeit. Wirklich nett! Samstags dann am Abend nach Baar, um einen Kollegen zu treffen. Eigentlich ein Verhältnisblödsinn, doch obwohl die Fahrt gesamt drei Stunden ausmacht gehe ich gerne hin. Wir haben es echt lustig zusammen, dies tut so gut nach dieser Woche! Sonntags dann der Festgottesdienst zur Einsetzung des neuen Pfarrers. Wirklich schön, obwohl die Leute hinten in der Kirche stehen. Heute habe ich recht Muskelschmerzen, das Sitzen auf dem kalten Boden tat gar nicht gut. Doch ansonsten war es echt gut! Danach wiederum Datensicherungen, Weihnachtspakete verpacken und in Chur die Weihnachtskarten schreiben. Bis auf bald dann mal wieder …


Macht hoch die Tür …

November 29, 2009

Salut zusammen,

an diesem denkwürdigen Abstimmungssonntag möchte ich mich auch wieder zu Wort melden … Heute ist für mich ein Teil der schweizer Volksseele gestorben! Doch der Reihe nach.

Diese Woche war insofern hart, als diverse Besprechungen angesetzt waren. Mittwochs trabte ich schon um 09.00  für die erste Besprechung an – Records-Management-Projekt. Bei dieser Besprechung erhielt ich die Rückmeldung, dass mein Text für “10 Jahre Info-Wissenschaften” zu persönlich war. Im Seminar konnten wir nicht alles fertig stellen, somit wurden wir für den nächsten Morgen nochmals in die Schule zitiert! Als hätte ich sonst nichts zu tun gehabt!! Es reichte und ich war an diesem Tag stocksauer. Ich schwor mir, nach dem Studium nie mehr etwas gratis für die HTW zu machen – und sei es ein Vortrag! Donnerstags also zuerst zwei Stunden Seminar. Diese erfüllten wenigstens ihren Zweck: Wir wissen nun, was wir an der ECA 2010 in Genf vorstellen wollen: Ein Hauptplakat und dazu Nebenplakate mit den entsprechenden Berufen.

Die restliche Woche verlief im üblichen Trott. Speziell war der heutige Abstimmungssonntag, zu dem ich ein paar Worte verlieren möchte. Die Luftverkehrsabgabe-Initiative war für mich sonnenklar und wurde ebenfalls angenommen. Die Gsoa-Initiative – nun ja. Ihr alle wisst, dass ich ein leidenschaftlicher Armee-Hasser bin. Somit war auch hier mein Urteil klar: Ja! Das Volk hat anders entschieden! Speziell hingegen war für mich die Minarett-Initiative. Zuerst ging ich abstimmen, hernach in die Messe. Es war wirklich eindrücklich, eine Frau erzählte von ihrer Arbeit im Kinderspital in Bethlehem erzählte. Hernach wurde das Lied “Macht hoch die Tür …” angestimmt. Ich betete intensivst für den Religionsfrieden und die Ablehnung der Minarett-Initiative. Doch irgendwie wusste ich – es war vergebens. Kaum zu Hause hörte ich in den 12.30 Uhr-Nachrichten, dass diese Initiative wahrscheinlich angenommen worden sei. Zum ersten Mal seit Jahren betete ich vor dem Radio intensivst einen Rosenkranz (für Fachleute: “Der für uns mit Dornen gekrönt wurde …”). Doch es half alles nichts. Wie grausam, wie abartig ist das Schweizer Volk heute gewesen! Am ersten Adventssonntag bewiesen sie nicht Herz, sondern nur Kälte und Berechnung. Für mich ist heute um 12.30 ein Stück Schweizer Solidarität gestorben. Welch trauriges Wochenende! Hoffe, dass die zukünftigen ein wenig schöner sein werden! Bis nächsten Sonntag dann wieder.