Sommerfrische und Archivarbeit

August 5, 2008

Viel habe ich wiedermal aufzuarbeiten, doch es ist auch viel geschehen. Am Montag (auch schon wieder vor zwei Wochen, ich weiss …) erfahre ich zuerst mal, dass wir nicht am Mittwoch, sondern erst am Freitag Nachmittag in die Ferien fahren. Auch nicht schlecht, so kann ich noch diversen administrativen Kram erledigen und mich mit einem Freund in Luzern treffen. Wir baden, liegen am See und haben’s einfach fantastisch zusammen. Das Morgenessen ist ebenfalls top, wir brunchen auf der Terrasse des Studentenwohnheims, echt herrlich!

Am Freitag Abfahrt ins Wallis, abends um 19.00 komme ich in St. Germain bei Savièse an. Zusammen mit meinen Eltern verbringe ich echt herrliche Ferien in den Mayens de My ob Sion. Am Montag besuchen wir Verwandte auf einer Alp im Turtmanntal, auch wirklich schön. Die Berge sind so nah, dass man am liebsten sofort aufsteigen möchte. Wie (schon beinahe überall) im Wallis sitzen wir aber nur rum, essen, trinken und reden, reden, reden … Dienstags kommt meine Patin aus Würenlos. Sie ist bereits recht alt (über 70), weil wir sie gut kennen, wird das Reden nicht allzu schwer. Als es etwas stockt hole ich spontan meine Ferienfotos aus dem “Schlafzimmer”, so geht’s gut.

Warum Schlafzimmer in “”? Nun, wir waren auf einer Mayensäss auf über 1000 Meter über Meer. Dort haben wir exakt 2 Zimmer und eine Küche mit WC und kleiner Mini-Dusche und natürlich kein Internet. Ich LIEBE DIESE FERIEN - und das meine ich ernst! Es ist so toll, dort zu leben, die Natur zu geniessen und einfach mal weg zu sein von aller Zivilisation. Wie auch immer, nach weiteren schönen Besuchen bei Bekannten fuhr ich am Samstag retour nach Wil.

Diese Woche startete ich meine Arbeit im Archiv des Ammann-Verlages in Zürich. Leute, es ist wirklich fantastisch! Die etwas spezielle Ordnung dort im Keller ist für mich kein Hinderniss, sondern reizt mich erst recht, meine Talente einzusetzen. Ich finde es herrlich, wie aus einem Chaos eine gesamte Ordnungseinheit entstehen kann, auf die der Kunde zugreifen kann. So wird das Archiv wirklich nützlich. Selbstverständlich kann ich nicht das ganze Programm durchziehen mit Indexierung eines jeden einzelnen Blattes Papier, doch schon die Namen der Korrespondenzpartner reichen. An dieser Stelle aber Stop, der Datenschutz! Wer mehr über “meine” Praktikumsfirma erfahren möchte gehe doch einfach schnell auf http://www.ammann.ch/ Wirklich interessant, was die so vertreiben. Nebenbei bemerkt, ist Eric Emmanuel Schmitt einer meiner Liebelingsautoren!

So, genug für heute, bin ziemlich geschafft. Die Archivarbeit ist wirklich anstrengend! Habe übrigens die Verlinkung von Ihnen gesehen, Herr Graf. Vielen Dank dafür, es freut einen immer als (zukünftigen) Info-Wissenschaftler, auf Gleichgesinnte zu treffen. In welcher Beziehung stehen Sie zum Beruf? Sorry, dass ich den Kommentar nicht direkt abgebe, das Anmeldeverfahren bei Ihrem Anbieter lade ich mir heute lieber nicht nochmals auf!! Good night to everybody.


Paris einmal anders

Juli 19, 2008

Noch nicht so genau beschrieben habe ich den Hotelwechsel. Dieser geht am Donnerstag ueber die Buehne. Als ich aufstehe weiss ich genau, was ich tun werde, denn in der Nacht hatte ich mir das Hotel bereits ausgesucht. Zunaechst mal habe ich irre Muehe dem Wirt beizubringen, dass ich wechseln werde. Er sichert mir zu, der Nachtwaechter wuerde umgehend ausgewechselt und ist entsetzt, als ich darauf beharre. Ich hatte mich ja schon mal beschwert wegen der Tuergeschichte, warum sollte ich ihm also glauben …?

Mit der Metro fahre ich zu meinem neuen Hotel, auch dessen Name sei hier nicht ungenannt: Hotel des Batignolles, 26 - 28 Rue de Batignolles, 75015 Paris. Das Zimmer ist ein Traum, Dusche und WC im selben Raum, sauber geputzt und alle Tapeten haengen noch an den Waenden! Ich bin definitiv im Hotelhimmel gelandet!! Die Bedienung ist freundlich und zuvorkommend, manchmal auch etwas gar stirr. Als ich z.B. einen Schokogipfel gegessen hatte und mein Mund etwas verschmiert war laechelte mich der Portier an, sagte aber kein Wort. Weiss nicht, ob das bei uns damals auch passiert waere. Kaum im Zimmer bemerke ich mit Entsetzen, dass meine Lebensmittel noch im Bervic sind. Also retour und holen, bevor mir der Nachtwaechter noch was reinmischt … An diesem Tag schreibe ich die Karten und besuche das Montmartre-Quartier, wo ich, auf der Treppe sitzend und bei herrlicher Aussicht, das mitgebrachte Essen der Metzgerei geniesse.

Am Freitag wache ich recht zerschlagen auf: Die verstopfte Nase und das noch vorhandene Halsweh haben mich recht gebodigt. Trotzdem bin ich recht bald auf den Beinen und gehe zuerst ins Informatikmuseum in der La Defense. Wirklich eindruecklich, doch die Geschichte ums Information Retrieval wird viel zu wenig behandelt. Gerade dies ist aber so wichtig fuer die Zukunft im Informationsfluss und im Verstaendnis desselben! Wirklich Schade, denn der Rest ist echt faszinierend! Mal “live” einen alten PC-Raum zu sehen oder die Geschichte von Microsoft in Bildern … Da komme ich als IW-Student glatt wieder ins Schwaermen. Danach Besuch bei Ines, eigentlich wollte ich heute Abend mit ihr und ihrer Freundin ins Jazzlokal, doch ihre Mutter hat Geburi. Sie ist viel kuehler zu mir als auch schon - oder liegts nur daran, dass wir im Schuhladen stehen und sie nicht mehr zeigen darf …? However, danach Nachtessen beim Libanesen im Quartier und frueh schlafen gehen und vor allem lange.

Das lange Schlafen und die Umstellung der Ernaehrung wirken, ich bin viel weniger muede als auch schon. Heute, nachdem ich im Bervic das Geld geholt habe, den Check einloesen, Visite einer neuen Bibliothek und Essen im Nos Encentres les Gaullois, habe dort reserviert. Evtl. noch das Jazzlokal aufsuchen und weitersehen, morgen Heimreise per TGV. Werde morgen oder auch erst am Montag schreiben, was genau abging. Bis dann.


Le Charme de Paris

Juli 17, 2008

Es wurde ein relativ trister Samstagabend, aber trotzdem war mir wohler.

Sonntags dann kurzes Fruehstueck und Verschiebung zum Eurostar mit einem neugewonnenen Freund in der Jugi. Die Fahrt ist schlichtweg genial, ich kann ja nochmals 1. Klasse fahren, weil mir letztes Jahr in London die Elektrik ausgestiegen war. So bekomme ich gratis und franko ein Wahnsinnsessen, 3 Gaenge super gekocht. Um schnell und billig zu reisen, liebe Freunde, ueberhaupt kein Problem … Kaum in Paris angekommen der erste Schock: Die Jugi ist schlichtweg eine Bruchbude in einem abgefackten Quartier. Ich sage euch, dies ist nicht mehr normal. Mehr dazu aber spaeter. Am gleichen Abend grosses Dancen auf dem Place de la Bastille, der Vorabend zum Nationalfeiertag. Ich dance ab was ich kann, es ist echt herrlich! Als mir die Elektrobaesse zu bloede werden, verschwinde ich wieder.

Am Montag schlafe ich zuerst mal lange aus und bekomme das Fruehstueck aus der Tuete, respektive dem Tiefkuehler. Man schmeckt es, einfach graesslich. Danach, nach einer kurzen Dusche (dieser abbroeckelnde Verputz nervt mich!) dann ab zum Dome des Invalides. Vor diesem ist die ganze Strasse gesperrt fuer eine Militaerdemo. Absolut genial, diese Armee ist wirklich schlagkraeftig und setzt sich fuer den Frieden ein (lassen wir den Irak mal beiseite, OK?). Wie auch immer, danach ab zum Konzert und Feuerwerk beim Eiffelturm. Auch dieses Jahr einfach einzigartig, ein gelungener Anlass von A-Z. Hier moechte ich mich mal verloben mit meiner Zukuenftigen, es ist so schoen. Wenn das Feuerwerk hochgeht und wir die Ringe tauschen koennten … Aaahhh, glueckselige Traeume.

Dienstags dann zuerst mal festgestellt, dass meine ehemalige Sprachschule geschlossen hat. Danach kurz die Bank gecheckt, ich liege voll im Budget. Ich versuche zum ersten Mal, mir ein Fahrrad von vlib zu mieten. Ueberall in Paris sind Stationen vorhanden, eine halbe Stunde ist gratis, bis dann muss mans wieder abgegeben haben. Es funktioniert total nicht, so kaufe ich am Nachmittag, nachdem ich ein neues Ticket erstanden hatte, noch einen Velohelm - den ich gerade in Chur brauchen kann. Am Nachmittag fahre ich damit durch die halbe City, es ist ech cool. An einer Velostation treffe ich eine aeusserst attraktive Frau, die mir weiterhilft beim Velo abgeben. Nachher gehen wir noch zusammen essen, voellig unkompliziert. Ich verliebe mich sofort in sie und habe seither oefter mit ihr Kontakt. Echt charmant! Es ist, als haetten wir uns schon jahrelang gekannt, echt bewundernswert. Ihr Freund ist ungluecklicherweise gerade abgehauen, so weiss ich nicht, ob sie fuer eine Beziehung schon bereit ist.

Am Mittwoch kurzer Besuch bei der freundlichen Dame und die Nationalbibliothek. Das Gebaeude ist echt eindruecklich mit vier extrem hohen Tuermen. Wirklich toll, schreibe Mails und Tagebuch. Am Abend bemerke ich jedoch, dass ich Halsschmerzen habe. Alle Apotheken sind zu, so hole ich mir Honig in der Kueche. Ich trete aus Versehen auf seine Matratze, er scheisst mich dermassen zusammen, dass ich am naechsten Tag das Hotel wechsle. Auch sonst war diese Jugi echt schrott, die Zimmer sind ein Alptraum und das Quartier ist schlichtweg lebensgefaehrlich. Der Nachtwaechter ist echt irre, einmal liess er mich in der ersten Nacht 10 Minuten warten. Leute, eins kann ich euch sagen: Ich habe auch mal in einem Hotel gearbeitet und weiss, wie Nachtwache zu funktionieren hat: Derjenige sitzt da, liest was und ist aber wach. Wenn man schon nicht wach ist sollte man, auch wenn man am Kunden was rumzumeckern hat, dies anstaendig erledigen. Ich weiss, dass es mein Fehler war mit der Matratze, doch ich hatte mich entschuldigt und er schimpfte weiter wie ein Rohrspatz, bis ich ihn entnervt fragte, was ich denn fuer ihn tun koenne. Er meinte nur nichts, ich solle jetzt zu Bett gehen. Ich habe mich nun in ein neues Hotel eingemietet mit tollem Breakfast und Dusche im Zimmer in einem tollen Quartier, cool!! However, muss jetzt schluss machen, sonst laeuft mir hier die Zeit davon. Bis auf bald dann wieder.


Hektisches London

Juli 12, 2008

Nach Bath nun also London. Eine aeusserst aufregende und spannende Zeit.

Mit dem Zug fahre ich nach London. Es regnet in Stroemen, so wie es nur in England regnen kann! Auf Hoehe Swindon dann die erheiternde Durchsage, dass die Schienen vor uns ueberschwemmt sind. Von meiner letztjaehringen Reise nach Oxford weiss ich, was dies heissen kann. Im Kopf gehe ich bereits das ganze Katastrophenszenario durch - Hotel umbuchen auf eine Jugi in Swindon, etc. Angekommen in London suche ich zuerst eine Weile die Jugi, zum Glueck ist mir eine Verkehrspolizistin sehr behilflich. Im Clink-Hostel dann der grosse Schreck: Ich bin einen Tag zu frueh angekommen, respektive habe nicht richtig gebucht. Mit Glueck ist noch ein Bett frei! Diese Jugi ist echt was besonderes! Ein ehemaliges Gerichtsgebaeude, jetzt umfunktioniert. Momentan sitze ich gerade im ehemaligen Gerichtssaal am Richtertisch und schreibe hier, evtl. chille ich nachher noch im TV-Gerichtsraum. Kueche (gratis all-you-can-eat-breakfast), toller Schlafsaal (10 Personen, davon ein dunkelhaeutiger, der schnarcht …), generell aber wirklich gut - sehr gut!

Am Donnerstag dann zuerst Harrods-Kaufhaus. Ich werde noch verrueckt!! Das ganze Kaufhaus ist so auf edel gemacht. Je weiter hoch ins Kaufhaus ich gehe, desto mehr erschrecke ich! CD- und DVD-Abteilung mit rund 100 - 200 Discs ist ja schon mal gestoert. Am Schlimmsten jedoch die Kinderabteilung. Leute, die haben fuer Kinder einen Coiffeur, drei Restaurants (Kindergerecht mit kleinen Stuehlchen) und eine riesige Spielzeugabteilung. Das ist wirklich nicht mehr normal, von einem Ende der Spielzeugreviers kann ich nicht mehr ans Andere sehen. Ich glaube, als Kind wuerde ich hier einen Knacks kriegen. Aber auch viel positives, so etwa sehe ich meine ersten Schuluniformen und kaufe diverse Sachen ein, u.a. eine wirklich billige und gutgebaute Butterdose fuer Chur.

Am Freitag erkunde ich den Einstiegsort fuer den Eurostar. Ein Riesenglueck! Ich erfahre, dass dieser naemlich nicht mehr in der Waterloo-Station, sondern in St. Pancras International. Die beiden Punkte liegen voellig an verschiedenen Orten in London, waere mir dies morgen geschehen, ich haette den Zug garantiert sicher verpasst!! Der neue Check-In-Point ist fuer mich aber sehr positiv, so muss ich nur 15 Minuten marschieren. So wie ich mich und London kenne, rechne ich mit dem Check-In aber lieber eine Stunde ein. Am Nachmittag eine mega-coole Stadtfuehrung mit Sandemans newLondon-tours. Der Guide macht es wirklich genial, ich erfahre viel mehr als je zuvor.

Heute besuchte ich meine ehemalige Landlady hier in Tunbridge Wells. Zunaechst einmal verpasste ich den Zug zu ihr, weil die naheliegende U-Bahnstation geschlossen war. Dies war jedoch nicht gar so schlimm, es wurde abends einfach ein wenig spaeter … Wir fuhren zusammen nach Paenshurst, wo wir einen herrlichen Creamtea tranken. Meine Landlady haelt mir einen recht grossen Vortrag zu illegalen Auslaendern, den diversen Gesellschaftsschichten hier in England und zur Sicherheitslage in London allgemein. Ihrer Meinung nach sollten die Imigranten schon an der Grenze gestoppt und die hier lebenden allesamt in ein Boot verfrachtet und zurueckverschifft werden - hier insbesondere die (stinkenden!!) dunkelhaeutigen Landsmitglieder. Ich halte mich politisch gesehen zurueck im Blog, das habe ich mir geschworen, nur so viel: Seit ich an der HTW Chur Info-Wissenschaften studiere, bin ich an “einfachen” Loesungen schlichtweg nicht mehr interessiert. Wer mehr erfahren will, quatsche mich mal am Stammtisch aus.

Schon bald ist mein London-Aufenthalt zu Ende. Doch noch kurz ein paar Worte zu meinem Ausgehverhalten. Am Freitag las ich, dass in London innert 48 Stunden 4 Jugendliche erstochen worden waren. Meine Landlady riet mir ab, in London auszugehen, sobald es dunkel ist. Ich befolge ihren Rat bis zum heutigen Abend, denn ich denke, gerade als Auslaender, muss man das Risiko nicht unnoetig herausfordern. Warum ist aber gerade dann die Stadt so herrlich und verlockend, wenn man sich bitterlichst vorgenommen hat, nicht mehr rauszugehen …? Ich denke aber, dass ich nicht mehr weich werde. Ihr werdet sicher naechste Woche wieder lesen, wie es bei mir weiterging … Bis dann und good night.


Bath und sein (regnerisches) Wetter

Juli 9, 2008

Nun bin ich also tatsaechlich im Land des Regens und der seltsamen PC-Tastaturen ohne ae, oe und ue-Moeglichkeiten angekommen. Mein Zehnfingersystem vom KV kann ich hier glattweg in den Abfalleimer werfen. Doch mal alles von vorne.

Sonntags bin ich, wie ihr wisst, nach London abgeflogen. Alles lief wie am Schnuerchen: Schneller Check-In, Abflug (Muede wie nur etwas, weil ich vor Aufregung fast nichts geschlafen hatte …) und das nachgelieferte Gepaeck - alles stimmte! Dank an dieser Stelle Swiss, die Fluggesellschaft, die ich hier nur weiterempfehlen kann - im Gegensatz zu British Airways. Sonntags angekommen, absolvierte ich zuerst mal eine Gratis-Stadtfuehrung. Wirklich toll! Ein aelterer Mann erklaerte uns die gesamte Stadt, echt toll.

Montags dann das Bad von Roman Bath erkundet, es ist fast so toll wie das Heilbad zu Scuol GR - und das will schon was heissen! Danach ein herrlicher Creamtea im Pumproom von Bath. Das Ambiente ist schlichtweg umwerfend, eine wirklich mega-tolle, englisch gepraegte Stimmung. Ich liebe die englische Teetradition!! Danach der Besuch in der local Library hier in Bath. Ihr wisst, ich studiere dies, so moechte ich dieser aussergewoehnlichen Bibliothek ein paar Zeilen widmen - wen es nicht interessiert, kann ja ueberspringen.

Als Erstes faellt die Werbung der Bibliothek auf, die viel offensiver ist als in der Schweiz. Doch nicht nur Plakate am Eingang, auch die gesponserten Anlaesse sind auffaellig. In der Schweiz wuerden die Leute aufschreien (waaas, mit Steuergeldern?!), doch hier in England ist dies vollkommen legitim. Der British Library Act garantiert nicht nur eine Gemeindebibliothek, die dem County angeschlossen wird, sondern auch der Gratiszugang fuer alle Einwohner! Die Leute sin vollkommen frei, die Bibli wird auch entsprechend gehalten (Sofortzugang zu den Medien bei der Tuere, etc.). Wirklich vom Volk fuer das Volk!! Die Geschichte ist auch ausserordentlich. Zu Beginn herrschte ein veritabler Streit um die Eroeffnung wegen der Gebuehren, erst 1910 (bitte behaftet mich nicht auf dieser Zahl, auf jeden Fall ziemlich spaet) konnte sie dann eroeffnet werden. Eine Studentin hatte einen ausserordentlichen Bericht darueber geschrieben. Natuerlich sprach ich auch noch kurz mit der Bibliothekarin. Glaubt ihr es oder nicht, aber sie kannte nicht einmal die Geschichte vom Sputnik-Schock - der eigentlichen Initialzuendung fuer die Informationswissenschaft. Die Gemeindebibliotheken benutzen offenbar auch nicht die English-Classification der Nationallibrary of London, sondern die DDC. Dies war wirklich aeusserst interessant.

Dienstags dann mal eine kurze Regenpause, ich kann im Park beim Circus ein Arbeitslosenheftli studieren. Ich konnte dem armen Kerl einfach nicht mehr widerstehen, der es mir anbot. Man kann ja nicht immer einen auf Asozial machen, ihr versteht … Danach das Mittagessen in einem tollen Pub, ein Student der Theologie versucht freudig, mich mit English-Beer abzufuellen, ich kann nur knapp “fluechten”. Danach fahre ich mit Mad Max Tours nach Lacock und Stonehange. In Lacock besichtige ich Harry Potters ehemaliges Haus (1. Film), wirklich ein herziges Haeuschen. Doch auch sonst ist Lacock einzigartig, wir hatten jedoch nur wenig Zeit. Das alte Staedtchen hat jedoch einen gewissen Charm, dem sich keiner entziehen kann. Hernach Stonehange, ebenfalls super. Endlich kriege ich alles verstaendlich erklaert - oder verstehe ich es nur besser als frueher? Auf jeden Fall echt schoen!

Am Abend dann ein wirklich exklusives Nachtessen im Pumproom. Es war fantastisch, sage ich euch! Der Raum mit seiner typisch englisch-modernen Ausstattung, der Klavierspieler, der extra-klasse war und natuerlich das Essen selbst! Leute, schon lange nicht mehr so gut, so geschmackvoll und (leider auch) so teuer gegessen wie an diesem Abend. Ich konnte naemlich das Bestehen der “schlimmsten” Faecher feiern, DBS und FUO (beide Note 4.5). Danach ein toller Flussspaziergang, wenn nur das Wetter mal besser wuerde.

Heute Check-Out in der Jugi, dieser Bericht und das Budget mit dem Postkonto ueberpruefen. Es stimmt alles, es ist noch genuegend Geld fuer London und fuer Notfaelle vorhanden … Jetzt dann bald Abfahrt nach London, was mich wohl dort erwarten wird? Ich weiss nichts, ausser dass ich am Samstag mit meiner Ex-Landlady abgemacht habe. Was wohl sein wird …? Ihr werdet es sicher erfahren. Ich muss jetzt Schluss machen, sonst schaltet mir der PC ab. Goodbye.


Ferien im Wochenformat

Juli 5, 2008

Diese Woche war wieder mal wirklich locker. Ich konnte mich komplett ausbaumeln lassen - und wahrscheinlich wird dies in England auch noch so weitergehen.

Montags war ich am Nachmittag daran, das Archiv meines Nachbarn zu erstellen. Dienstags dann auch mal wieder Ausschlafen, Besorgungen in der Stadt und nochmalige Besprechung mit dem Nachbarn. Eigentlich möchte ich ihm das Retrieval mit Jahreszahl-Post-Its in der CD-Sammlung erleichtern, doch er will nicht. Als Archivar ist es immer wichtig, den Wunsch des Kunden vor die eigenen Vorstellungen zu stellen und auch entsprechend zu arbeiten - denn der Kunde muss sich zurechtfinden.

Den Mittwoch nutzte ich, um diverse administrative Dinge aufzuarbeiten und meine Velos zu reinigen. Keine einfache Arbeiten, doch schliesslich konnte ich, mit Schweisstropfen auf der Stirn, trotzdem noch fertig werden.

Am Donnerstag der Ausflug mit meinem Cousin an den Bodensee. Nahe Egnach, beim Campingplatz, kannte er einen tollen Badeplatz. Dieser ist wirklich empfehlenswert! Eine weite Wiese, schattenspendende Bäume und der See so erfrischend! Echt toll!! Klein, überschaubar, einfach cool und zudem kaum bekannt. Besonders die Brätelstelle hat es uns angetan, zum ersten Mal seit Jungwachtzeigen mal wieder ein Feuer entfacht, war auch wieder mal witzig.

Freitags dann das Highlight der Woche: Die Besichtigung des Ammann-Verlages in Zürich. Ich darf dort im August das Archiv mitgestalten. Das Personal ist echt nett, ich fühle mich sofort wohl und gut aufgehoben. Die Aufgabe wird sicher anspruchsvoll, doch dies ist auch gut so. Eine langweilige, sinnlose Arbeit würde nur demotivieren!

Heute Samstag, der letzte Tag vor meiner Ferienreise nach England und Paris (werde darüber speziell berichten!). Noch einzelne Dokumente einscannen, Linkliste erstellen und jetzt dann gleich packen. Mal sehen, wie das wird, bin jedenfalls schon mächtig nervös und freue mich riesig. Werde versuchen, wenn ich Internetanschluss habe, auch mal was zu schreiben … Bilder einfügen kann ich leider nicht, weil  ich meine Digicam vergessen habe in Chur. So “fötele” ich halt mal wieder mit den alten Farbfilmen, auch wieder mal lustig. Bis bald dann.


Es gilt (manchmal mehr oder weniger) ernst

Juli 1, 2008

Jetzt ist sie also da. Die grosse Prüfungswoche. Diese Tage gehen an die Nieren, denn die Nerven spielen zum Teil wirklich beinahe verrückt.

Montags beginnt Lerwoche mit Englisch und Information Retrieval. Beide Tests gehen schon mal wirklich sehr gut. Dienstags frei, dies heisst morgens lernen und nachmittags eine Arbeit für die HTW beenden. Mittwochs Datenbanksysteme, ich schaffe die Normalformen komplett durch, mega!! Auch SQL ist nicht so brutal krass, wie ich dies mal gedacht hatte. Mit den Unterlagen komme ich recht gut durch. Am Nachmittag Kommunikationswissenschaften, freudig notiere ich alles, was ich im Unterricht mitgeschnitten und von den Lektionen noch wusste - und dies ist eine ganze Menge. Donnerstags die Prüfung in Information Retrieval. Herr Buchkremer ist gnädig, es werden nur Grundfragen gestellt.

Nach der Prüfung kann ich mich knapp in ein Sofa in der Eingangshalle retten, bevor mir beinahe schwarz vor Augen wird. Die Kollegen raten mir dringend, den Kopf unters Wasser zu halten, so geht dann auch alles gut. Eine Dozentin hält mich mit einem dringenden Auftrag zurück - eine Studentin war in Panick geraten und heulte wie ein Schlosshund. Die Dozentin tröstete sie, brauchte aber jemanden, der die laufende Prüfung beaufsichtigte. Ich erklärte mich spontan dazu bereit, war ich doch wieder fit. Danach hatte ich genügend Zeit zur Erholung, denn ich musste zum Mittagessen zurück nach Chur West und dort ins Restaurant. Unsere Klasse ass dort gemeinsam zu Mittag, wirklich toll.

Danach fuhr ich rasch nach Hause, denn es wartete ein aufregendes Weekend auf mich. Der Freitag begann erst mal locker bei meinem Coiffeur Leo Grögli (an der Dufourstrasse) in Wil. Wirklich empfehlenswert, die Kopfmassage ist echt zum relaxen und die Frisur schaut nachher auch sackstark aus! Am Samstag besuche ich mit einem Kollegen das Openair St. Gallen. Leute, schon lange nicht mehr so was cooles erlebt. Wir chillten am Fluss, hörten uns diverse Konzerte an, das Wetter war einfach fantastisch!! Wir hatten einen VIP-Pass, wirklich cool! Alles inklusive, gratis duschen und billiges Essen. Meinem Freund wurde es jedoch bald zuviel, so ging’s nach Hause. Am Sonntag dann das EM-Qualifikationsspiel mit einem Ex-Studikollegen. Wir fuhren nach Kreuzlingen in die UBS-Arena. Auch nicht schlecht, die Stimmung war extrem gut! Die Fans tanzten und “fanten”, was das Zeug hielt. Die Deutschen wurden immer kleinlauter, die Spanier immer lauter - war echt spannend zum Ansehen. Das Spiel war so spannend wie kein einziger Kriminalroman, den ich zu Hause im Regal stehen habe. War wirklich lässig. Ich liebe mein GA immer mehr, denn gerade solche Ausflüge sind wirklich spannend.

Am Montag dann erst mal ausschlafen und das Archiv eines Nachbarn gestalten. Es war wirklich spannend und ich merke immer mehr, dass dies MEIN JOB ist. Wirklich! Ich finde es so erbauend zu sehen, wie ein anfängliches Chaos wiederhergestellt wird. Immer mehr kommt die Ordnung zu Stande, die Tabellen werden entwirrt und geben das darin verborgene Wissen frei. Ein Métier, in dem ich mich wirklich gerne bewege.

Heute dann half ich meiner Mutter mit dem Spielgruppenzmittag. Wir gingen beinahe drauf, so viele Kinder und alle wollten was von Mutter. So servierte ich während 2 Stunden … Schliesslich kam ich auch noch zum Essen. Danach noch Einkäufe für die Ferien, Organisation eines Raclettessens mit meiner Ex-Klasse (das hoffentlich auch stattfinden kann) und jetzt der Blog. Muss jetzt Schluss machen, ich höre in der Ferne Donnergrollen und der Rasenmäher wartet ungeduldig auf mich. Bis bald.


Der Lernkoller hält Einzug

Juni 23, 2008

Sehr hart, aber wahr. Bei mir hat der Lernkoller Einzug gehalten, und zwar oberdeftig.

Aber alles der Reihe nach. Letzte Woche noch die allerletzten Lerntasks. Diese verliefen generell gut, besonders mein gewonnener Überblick in den Fächern Datenbanksysteme, Grundlagen der Kommunikations- und Medienwissenschaft und alle Information Retrieval Fächer. Besonders half mir der “Nachhilfeunterricht” von Herrn R. Buchkremer für IR. Falls Sie diese Zeilen lesen nochmals ein herzliches Dankeschön. Normalerweise lobe ich Dozenten nie so in meinem Blog, aber dieser hat dies eindeutig verdient! Besonders bemerkte ich dies bei der heutigen Prüfung, wo ich, zumindest meiner Meinung nach, eine gute - sehr gute Punktezahl ergatterte. Ende Woche hatte ich jedoch definitiv den Lernkoller. Schlafen konnte ich vor lauter Nervosität nicht mehr viel, dazu kam noch das ständige und ermüdende Repetieren der einzelnen Fächer. Damit verbunden war natürlich auch die Angst, vom gesamten Stoffberg irgendetwas übersehen zu haben, das an der Prüfung drankommt …

Das Wochende war denn auch nicht gerade sehr erbaulich. Am Samstag hatte ich zuerst mal die Deli-Prüfung. Absolut schlimm, sage ich hier nur! Zum einen wechselten völlig kurzfristig alle Räumlichkeiten. Besonders, wenn ich mich darauf eingestellt habe (am Vortag hatte ich zur Einstimmung das Schulhaus und die einzelnen Zimmer besucht), finde ich dies absolut schlimm! Dann entsprachen die Modelltests, die wir in der Schule gelöst hatten, in keiner Art und Weise den realen Prüfungen. Es war absolut schrecklich, dies zog sich vom Mündlichen bis zum Schriftlichen durch!

Heute dann die ersten Prüfungen. Leute, endlich merke ich mal, dass mir das Studium Spass macht!! Englisch ging, dank meiner neuen Lernmethode, ausgesprochen gut. Ich konnte extrem viel beantworten udn wurde auch zeitlich fertig - dies bei einer Übungsart, wo ich sonst zeitlich immer Mühe hatte. Am Nachmittag Information Retrieval praktisch. Auch hier wieder eine tolle Sache, die 5.0 habe ich ganz bestimmt. Ich werde sicher nächstes Weekend wieder schreiben, ihr hört von mir. Bis dann und bleibt schön gläubig - :)


Lernen ist beengend

Juni 16, 2008

Habe gerade in den letzten Tagen wiederum diese Erkenntnis gewonnen. Das grösste Risiko am Lernen ist die soziale Einsamkeit, vor der kaum jemand gefeit ist. Hier hilft nur das Natel, um Kontakt zu halten, doch der Reihe nach.

Am letzten Dienstag startete ich mit Information Retrieval, dem praktischen Teil. Dabei bemerkte ich, dass ich immer weniger verstehe. Die Mail einer Kollegin gab schliesslich den Ausschlag, dass ich morgen an einer zusätzlichen Lehrveranstaltung zum Thema teilnehme. Mittwochs Datenbanksysteme, langsam, aber sicher macht’s bei mir immer mehr “Klick”. Gerade SQL kommt jetzt immer klarer, dies dank meiner Aufstellungen. Am Donnerstag die Kommunikationslektionen repetieren, die Modelle werden immer logischer. Ist übrigens auch mein Lieblingsfach, was man da alles ablesen kann, einfach sagenhaft! Genau durch diese Kommunikations-Forschungslektionen konnte ich meine Meinung zu Ausländern handfest definieren, nämlich durchwegs positiv. Ich bin zur Überzeugung gelangt, dass wir, wenn wir Ausländer ausschaffen, die Problem machen, die Schwierigkeiten nur verlagern, anstatt sie im Land selber zu lösen. Doch genau das sollte, meiner Meinung nach, das Ziel einer positiven Integration sein! Am Freitag noch Italienisch, die Grammatik wird nun immer besser.

Samstags wird zunächst einmal recht ruhig. Ich stehe zwar, für meine Weekendverhältnisse, noch recht früh auf (08.30). Danach noch kurz Blumen besorgen für meine Mutter, die aus dem Tessin retour kommt, eine Dusche nehmen und Italo repetieren. Danach IR-Theorie lernen, nicht ganz einfach. Die boolschen Operatoren muss ich speziell lernen, die waren schon immer mein grösstes Problem. Wenn mir nicht ein lieber Studienkollege mal alles erklärt hätte, stände ich schön doof da …

Am Abend ging ich, nach dem hervorragenden Pizzaschmaus mit meiner Familie, ans “Rock am Weiher” (Gratisopenair bei uns in Wil). Die Musik war nicht gerade mein Geschmack, zudem hatte es zu viele halb besoffene Jugendliche, die einen ständig anpöbelten. Eigentlich wollte ich ja mit einem ehemaligen VK-Freund abmachen, doch der hatte verschlafen. Abends um 21.00 …? Ich will hier nichts Falsches schreiben, ihr könnt euch euren eigenen Anteil denken. Seine Mobilnummer ist für mich in nächster Zeit auf jeden Fall mal gestrichen. Dafür hatte ich eine gute Unterhaltung mit einem der dortigen VKs und brachte ihnen die Verpflegung, weil sich sonst niemand darum kümmerte. However, die Einsatzqualität wird bei meiner Ex-Abteilung auch immer mieser (Funken, keine Stablampe in der Nacht, und dies waren noch die harmlosesten Vorkommnisse!!!).

Sonntags mal etwas ruhiger, teils noch im Zug gelernt. Heute ruhiger Start in den Tag, ein wenig Englisch lernen, die Fragen für morgen vorbereiten und die Fragen für IR-Theorien auf dem Netz beantworten.

Weil jetzt schon 2 Wochen lernen ins Land gegangen sind, hier zum ersten Mal eine kleine Aufstellung darüber.

Feelings: Woche 1: Unmöglich, das alles zu schaffen! Ich sehe nur noch Problemfelder! Woche 2: Ich komme immer mehr zurecht, das Lernen macht in gewissen Fächern jetzt sogar Spass. Praktisches Anwenden im Alltag beginnt (Einkaufszettel mit boolschen Operatoren, Italo-Reden bei Tisch, etc.).

Positives:

  • Sämtlicher Stoff, den ich eingeplant habe, brachte ich durch.
  • Soziale Kontakte nicht vernachlässigt (EM schauen in Zürich mit Fokolar, etc.)
  • Gutes Schlaf-Essen-Lernverhältnis
  • Zwischenpausen gezielt eingesetzt und auch mal bis ans Limit gelernt (1h und mehr)
  • Phasen, in denen zu Beginn nichts zu tun war, sinnvoll eingesetzt (Formatierungsarbeiten HTW)

Negatives:

  • Manchmal nicht an Zeitlimiten gehalten (zu spät gestartet).
  • Eigenen Stolz z.T. fast zu spät über Bord geworfen (IR-Sache, praktischer Teil)

Ziel: Positives möglichst fördern und Negatives über Belohnungssysteme abbauen.

So, nach diesem selbstkritischen Blick dann gute Nacht an alle, bis in einer Woche wieder.


Der Fussball rollt

Juni 8, 2008

Endlich ist es soweit! Die Uefa-Euro 2008 ist eröffnet! Nebst dem runden Ball aus Leder beschäftigte mich vor allem das Lernen, doch der Reihe nach.

Dienstags begann ich mit den Zusammenfassungen für Information Retrieval, der praktische Teil. Hier war vor allem wichtig, mir auch eine Strategie zurecht zu legen, um all diese Infos aus den Datenbanken geschickt zu verarbeiten. Mittwochs dann wirklich Datenbanksysteme, dort vor allem SQL-Übersicht erstellen und Skripte durchlesen. Am Spannendsten dann definitiv Kommunikationswissenschaften am Donnerstag, mein absolutes Lieblingsfach! Die Tatsache, wie die zwischenmenschliche Kommunikation zu Stande kommt und aufgebaut wird, fasziniert mich immer wieder. Am Freitag dann morgens noch kurze Repetition und Italienisch büffeln. Allgemein war es eine wirklich gute Woche, in der ich gut konzentriert lernen konnte. Eine tolle Hilfe ist dabei mein Zimmer hier im Lehrlingsheim Chur, die Ruhe um mich herum ist zum Lernen schlicht grossartig!

Freitag nachmittags dann die Stadtführung mit unserem Kommunikationslehrer. Es ist echt interessant, wir werden an Gebäude herangeführt, die ich sonst nie gesehen hätte und deren Bedeutung mir zuvor nie klar war. Geführt wurden wir von einem älteren Herrn des Tourismusbüros, der diese Aufgabe absolut sensationell meisterte. Besonders das Innenleben der Churer Kathedrale war echt erstaunlich.

Gestern Abend sah ich mir, zusammen mit den Leuten vom Fokolar, das Eröffnungsspiel der Euro 08 an. Gemeinsam litten wir mit den Schweizern mit, als es bergab ging. Der Match war irrsinnig spannend, wirklich Fussball vom Feinsten. Trotzdem hätte es nicht sein sollen, besonders die Verletzung von Frei ist besonders ärgerlich! Nach einem gediegenen Essen spielten die anderen ebenfalls Fussball (ich bin immer noch lädiert von meinem Sturz, d.h. trage eine Fussschiene). Ich bin wirklich immer wieder gerne im Fokolar, die Einheit dort und die Freundschaft zu einem Mitglied bedeuten wir sehr viel. Nach dem Spiel gingen wir in die Fanzone in Zürich. Alles überteuert, extrem viele Leute und den Rucksack abgeben müssen - danach durfte ich meinen Velohelm am Arm mittragen. Ich empfand diese Sicherheitsvorkehrungen echt als schikanös. Wahrscheinlich hatten sie angst, im Rucksack wäre eine Bombe oder so … Die Welt zu Gast bei Bünzlis, oder wie sieht’s aus …??!! Die Stimmung war wenigstens echt super. Leider verpasste ich den früheren Zug und konnte so erst um 00.17 nach Hause fahren ab Zürich.

Heute gemütlich ausgeschlafen, noch etwas gearbeitet und nach Chur retour gefahren für Lernwoche II von III. Werde noch etwas für eine Kollegin einscannen, duschen und nachher schlafen. Bis in einer Woche wieder und gute Nacht.