Ostertage im Kloster

Eier gab’s zwar zum Frühstück, die liebe Nachbarin blieb aber zahm. Dies wahrscheinlich auch, weil anbei auch eine ihr weniger Bekannte Person als Überraschungsgast anwesend war. Da will man doch nicht das Gesicht verlieren, nicht wahr?

Aber nun zu meinen Notizen (noch vor meiner Family) über das Kloster von Hauterive in Posieux FR. Ich verbrachte coole Feiertage (mit meinem Freund Michi aus Luzern) im Orden der Benediktiner.

Donnerstags Anreise und erste Messe mit Betrachtung der “Aufbahrungksapelle” von Jesus. Hernach ein absolut grandioses Nachtessen mit den Mönchen in ihrem Esssaal. Ich sage euch, so schaut für mich das Paradies aus: In jeder Ecke ein Mönch, der nur darauf wartet, euch zu bedienen: Der eine mit Wein, der andere mit Braten, etc.

Karfreitag wird weniger feierlich, eine wirklich traurige Messe (Passionsgeschichte auf Französisch, wird das heavy!), bei der wir sogar das Kreuz in demütigender Pose küssen dürfen. Es nimmt mich wirklich mit, das Fasten trägt seinen Teil dazu bei.

Am Ostersamstag fahren Michi und ich nach Fribourg. Wir haben’s mega gut zusammen, essen Fondue in der Stadt und kaufen (massenhaft) Schokolade bei Chocolat Villars. Das “braune Ungeheuer” für die Linie hat mich voll im Griff!! Ein absolut himmlisches Blackbier (Original Ireland!!) in meinem Lieblingsrestaurant in der Alstadt, danach Heimfahrt zum letzten Fastenmahl. Am Abend dann die Lichterzeremonie, welche absolut eindrücklich ist!! Sowas schönes sah ich noch nie in meinem Leben, echt empfehlenswert. Danach noch der Apéro mit den Mönchen, ist das schön, mal wieder halb besoffen ins Nest zu fallen. Ist sonst aber eigentlich nicht mein Stil.

Am Sonntag erst mal ausschlafen bis mittags, danach festliches Mahl. Es geschieht nicht mehr viel, noch ein bisschen lesen, laufen und früh pennen. Am Montag, also heute noch eine letzte Messe und Abreise nach Wil, wo, wen wundert’s, schon das nächste Festmahl auf mich wartet. Mein Bauch wird’s danken, heute stehe ich auf jeden Fall nicht mehr auf die Wage, den Schock erspare ich mir!

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