Es gilt (manchmal mehr oder weniger) ernst

Jetzt ist sie also da. Die grosse Prüfungswoche. Diese Tage gehen an die Nieren, denn die Nerven spielen zum Teil wirklich beinahe verrückt.

Montags beginnt Lerwoche mit Englisch und Information Retrieval. Beide Tests gehen schon mal wirklich sehr gut. Dienstags frei, dies heisst morgens lernen und nachmittags eine Arbeit für die HTW beenden. Mittwochs Datenbanksysteme, ich schaffe die Normalformen komplett durch, mega!! Auch SQL ist nicht so brutal krass, wie ich dies mal gedacht hatte. Mit den Unterlagen komme ich recht gut durch. Am Nachmittag Kommunikationswissenschaften, freudig notiere ich alles, was ich im Unterricht mitgeschnitten und von den Lektionen noch wusste – und dies ist eine ganze Menge. Donnerstags die Prüfung in Information Retrieval. Herr Buchkremer ist gnädig, es werden nur Grundfragen gestellt.

Nach der Prüfung kann ich mich knapp in ein Sofa in der Eingangshalle retten, bevor mir beinahe schwarz vor Augen wird. Die Kollegen raten mir dringend, den Kopf unters Wasser zu halten, so geht dann auch alles gut. Eine Dozentin hält mich mit einem dringenden Auftrag zurück – eine Studentin war in Panick geraten und heulte wie ein Schlosshund. Die Dozentin tröstete sie, brauchte aber jemanden, der die laufende Prüfung beaufsichtigte. Ich erklärte mich spontan dazu bereit, war ich doch wieder fit. Danach hatte ich genügend Zeit zur Erholung, denn ich musste zum Mittagessen zurück nach Chur West und dort ins Restaurant. Unsere Klasse ass dort gemeinsam zu Mittag, wirklich toll.

Danach fuhr ich rasch nach Hause, denn es wartete ein aufregendes Weekend auf mich. Der Freitag begann erst mal locker bei meinem Coiffeur Leo Grögli (an der Dufourstrasse) in Wil. Wirklich empfehlenswert, die Kopfmassage ist echt zum relaxen und die Frisur schaut nachher auch sackstark aus! Am Samstag besuche ich mit einem Kollegen das Openair St. Gallen. Leute, schon lange nicht mehr so was cooles erlebt. Wir chillten am Fluss, hörten uns diverse Konzerte an, das Wetter war einfach fantastisch!! Wir hatten einen VIP-Pass, wirklich cool! Alles inklusive, gratis duschen und billiges Essen. Meinem Freund wurde es jedoch bald zuviel, so ging’s nach Hause. Am Sonntag dann das EM-Qualifikationsspiel mit einem Ex-Studikollegen. Wir fuhren nach Kreuzlingen in die UBS-Arena. Auch nicht schlecht, die Stimmung war extrem gut! Die Fans tanzten und “fanten”, was das Zeug hielt. Die Deutschen wurden immer kleinlauter, die Spanier immer lauter – war echt spannend zum Ansehen. Das Spiel war so spannend wie kein einziger Kriminalroman, den ich zu Hause im Regal stehen habe. War wirklich lässig. Ich liebe mein GA immer mehr, denn gerade solche Ausflüge sind wirklich spannend.

Am Montag dann erst mal ausschlafen und das Archiv eines Nachbarn gestalten. Es war wirklich spannend und ich merke immer mehr, dass dies MEIN JOB ist. Wirklich! Ich finde es so erbauend zu sehen, wie ein anfängliches Chaos wiederhergestellt wird. Immer mehr kommt die Ordnung zu Stande, die Tabellen werden entwirrt und geben das darin verborgene Wissen frei. Ein Métier, in dem ich mich wirklich gerne bewege.

Heute dann half ich meiner Mutter mit dem Spielgruppenzmittag. Wir gingen beinahe drauf, so viele Kinder und alle wollten was von Mutter. So servierte ich während 2 Stunden … Schliesslich kam ich auch noch zum Essen. Danach noch Einkäufe für die Ferien, Organisation eines Raclettessens mit meiner Ex-Klasse (das hoffentlich auch stattfinden kann) und jetzt der Blog. Muss jetzt Schluss machen, ich höre in der Ferne Donnergrollen und der Rasenmäher wartet ungeduldig auf mich. Bis bald.

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