Salut zusammen, endlich mal wieder Erholung pur – gefunden im Tessin! Doch alles der Reihe nach.
Die letzte Woche war mal wieder wirklich locker. Montags Arbeiten und schon am Dienstag wieder frei. An diesem Freitag ass ich gemütlich mein Frühstück und ging am Nachmittag mit einer Mitstudentin ins Café Marron in Chur. Der Eistee war ganz gut und wir redeten über Studium und Gott und die Welt. War echt schön, würde es sicher wieder machen – je nach Zeit. Danach ging es Schlag auf Schlag. Um 15.00 die Kolloquien an der HTW. Es tut mir gut zu sehen, wie diese genau ablaufen werden. Ich bekomme somit mehr Sicherheit für das Geschehen in einem Jahr. Ein Gespräch mit dem Studienverantwortlichen hilft mir zudem, meine Angst vor der bevorstehenden Bachelorarbeit zu nehmen … Danach noch Fitnesscenter, es ist echt warm, doch es klappt dennoch recht gut.
Am Mittwoch abend reise ich bereits per Bellinzona nach Giumaglio ins Tessin. Die Postautofahrt war herrlich, insbesondere die Abfahrt ins Tessin, nur leider verpasse ich den Bus ins Maggiatal. Der Zug kam zu spät und selbstverständlich wartete der Bus nicht! Vielleicht war es auch mein Fehler, denn ich konnte nicht schnell genug rausfinden, wo der Bus genau abfährt. Endlich komme ich an, es ist echt herrlich! Das Ferienhaus ist fantastisch, am Morgen wird frisches Brot von der Hausbesitzerin gebracht. Die Badewanne ist ein Juwel, ich badete im Kerzenlicht und entspannte mich wie schon seit Jahren nicht mehr vom Arbeiten. Die nächsten Tage werden fantastisch! Mein Bruder kommt am Donnerstag Mittag, gemeinsam wandern wir durch das Maggiatal. Leider bekomme ich Heuschnupfen und die Eltern wollen gerade dann noch einen Umweg laufen. Es lohnt sich zwar, ich kriege trotzdem beinahe die Krise! Am Abend gehen wir gemeinsam ins Grotto essen, fantastisch gekocht. Weniger schön ist die Katastrophe von Giumaglio, die Eltern hören nachts den Helikopter über das Haus fliegen. Dies war wirklich beängstigend, vor allem weil lange Zei niemand genau wusste, was geschehen war. Das Frühstück am Freitag morgen bleibt mir beinahe im Halse stecken beim Gedanken, dass vielleicht 100 m von uns entfernt Menschen starben … Glücklicherweise war dem jedoch nicht so! Als ich davon erfahren hatte setzte ich mich überglücklich an den Wasserfall, hörte Gen Rosso und betete wie schon lange nicht mehr …
Am Bahnhof Locarno verabschiedete ich mich von meinen Eltern und für über das Calancatal nach Domodossola. Es war die herrlichste Bahnfahrt meines Lebens! Die Landschaften waren extrem herrlich, eine wahre Augenweide. Dichter Wald, von Wasserfällen durchzogen und herrlichen Seen – all dies sowohl im Calancatal, als auch im Tal der Künstler ennet der Grenze. Der einzige Nachteil: Die Grenzkontrollen waren extrem streng, mit Hund und zwei Zöllnern. Nichtsdestotrotz hier ein paar Impressionen:

Seitental Calancatal

Hauptplatz Domodossola

Santa Maria Maggiore
Dies war wirklich das schönste Erlebnis! Doch ich möchte euch nicht mehr weiter mit Bildern langweilen, nur noch soviel: Mit dem GA kommt ihr für CHF 2.00 auf dieser Strecke durch, falls ihr im Panoramawagen fahren wollt. Ansonsten ist alles gratis!
Danach fuhr ich nach Lugano in die Jugi. Am Bahnhof wusste ich nicht, wo genau die Haltestelle war. Zwei Jungs, die Disco-Flyer verteilten, brachten mich mit dem Auto zur Jugi. Die Eltern waren entsetzt – es hätten ja Kriminelle sein können! Doch mein gesunder Menschenverstand sagte mir, dass ich den Beiden wirklich vertrauen konnte – und so war es auch! In dieser Nacht schlief ich schon um 23.30 ein und schlief wie ein Murmeltier die ganze Nacht hindurch.
Samstags dann der Monte Generoso. Es war wirklich herrlich (sorry die Wiederholungen!). Die Aussicht war schlichtweg umwerfend, wäre mit ein wenig weniger Dunst aber besser gewesen! Danach Ausgang in Lugano mit tollem Pizzaschmaus und Konzert des Wissenschaftscamps. Wirklich cool, doch so alleine Ferien machen hat auch Nachteile. Allmählich stinkt mir dies echt und ich möchte versuchen, eine/n Reisepartner/In zu finden … Ist einfach viel lustiger! However, Sonntags dann Gipfeli zum Früstück und mit dem Willhelm-Tell-Express retour nach Wil über Luzern, wo ich mit einem Bekannten im Rotsee baden ging. Doch noch ein paar Worte zum Willhelm-Tell-Express. Ich reiste 1. Klasse im Panoramawagen und auf dem Schiff von Flüelen nach Luzern. Auch hierzu ein paar Impressionen:

Schiffssalon 1. Klasse

Schiffsrestaurant 1. Klasse

Aussicht vom Schiff aus
Ihr denkt nun, ihr habt einen Krosüsen vor euch? Weit gefehlt, SBB sei dank! Das Baden im See war übrigens herrlich, darum verschwinde ich jetzt dann auch bald in die Badi. Noch einen schönen, warmen Tag euch allen und bis nächsten Sonntag dann wieder …