Lässiges Weekend

Oktober 11, 2009

Diese Woche war mal wieder recht hart, dafür genoss ich umso mehr das Weekend …

Dienstags und Mittwochs hatte ich wiederum diverse Sitzungen für die HTW. Nun läuft wirklich etwas, langweilig wird es mir sicher nicht! Beim Seminar und beim Records-Management-Projekt – eine Beschreibung zur digitalen Langzeitarchivierung – wissen wir nun endlich, wo es durchgehen soll. Auch der Projektkurs wird nun immer logischer, allmählich aber sicher entwirrt sich das Chaos. Nach wie vor habe ich aber immer noch extreme Mühe damit, keinen Plan zu haben und das Ziel nicht zu kennen. Doch ich erstelle mir ein Positionspapier, in dem ich nochmals meine Stärken und Schwächen notiere. Es hilft, ich kann endlich wieder schlafen!

Mittwochs erfahre ich zuerst einmal, dass eine Verwandte in Andeer zur Kur ist – nachdem sie ins Spital musste wegen Atemproblemen. Dies haut mich zunächst recht nieder, denn ich mag sie wirklich sehr! Noch schlimmer wird es aber, als ich am Freitag in Andeer ankam und erfahren musste, dass sie wiederum ins Spital eingeliefert wurde. So ging ich baden. Zufälligerweise kam gerade noch die Sonne durch die Regenwolken, so hatte ich noch glänzenden Sonnenschein im Bad. Danach ging ich, leider etwas zu spät, zum Mittagessen ins Restaurant beim Heilbad. Das Essen wurde sehr knapp geliefert und ich musste es zum Schluss recht runterschlingen – schade drum! Hernach die Fahrt nach Bellinzona in strömendem Regen, schade! Dennoch kann  ich mir in Bellinzona gut die Zeit totschlagen. Ich gehe zu meinem Lieblingsrestaurant und bestelle einen Latte Macchiato mit Tiramisu. Leider hatte offenbar der Wirt gewechselt, so wurde das Getränk kalt geliefert und enthielt nicht mehr die extravagante Vanillestange. Wie auch immer, schon bald fuhr ich ins Fokolar. Es war so toll! Am Abend ass ich mit den Gen zusammen, wir hatten es echt gut! Es tat so wohl, meine Seele konnte ich wiedermal komplett ausbaumeln lassen. Leider komme ich in ein mieses Zimmer: Einer schnarcht, der andere dreht sich im Schlaf, zwei andere reden und atmen, als müssten sie ersticken. Na toll! So versuche ich in diversen Sesseln zu pennen und nehme am Schluss, morgens um 06.00 in bitterster Verzweiflung den Schlüssel für ein Zimmer von der Reception weg. So werden mir noch zwei Stunden Schlaf geschenkt!

Samstags dann bereiten wir am Morgen die Homeparty (Thema: Stark ohne Gewalt) vor. Ich bin beim Desserttrup, natürlich kommt mein Schleckmaul mal wieder zum Tragen – Diät adé! Ich schlafe in jeder Pause,  wann ich nur kann. So komme ich einigermassen gut über die Runden, vor allem weil ich mir sofort ein Einzelzimmer zuteilen liess – noch vor dem Frühstück! Am Nachmittag dann die Workshops. Zuerst sprach ein Polizist der Kantonspolizei Zug zu uns über das Projekt „Zug zeigt Zivilcourage„. Es war wirklich interessant. Es ist erschreckend, wie sehr die Empathie der Jugendlichen mittlerweile abgenommen hat und diese nur noch auf ihre Opfer einprügeln! Danach folgen zwei Erfahrungsberichte zum Thema Mobbing. Es ist echt interessant, doch was mir im Fokolar immer wieder fehlt ist die Frage: „Und was hast du aus dieser Situation gelernt?“ Leider kommt diese Aufforderung zur Reflexion selten bis gar nie, dies vermisse ich echt! Hernach der Workshop zum Thema Zivilcourage. Wir lernten, wie wir unsere Anliegen auf eine friedliche Art und Weise diskutieren und Situationen deeskalieren können. Danach die Homeparty selber. Nach dem Nachtessen gibts Disko, einen Film und Tische zum Spiele machen. Es läuft aber nicht mehr so viel wie letztes Jahr und ich bin echt müde, so gehe ich relativ früh zu Bett.

Heute Sonntag dann noch der Brunch, die Messe und Heimfahrt. Kaum zu Hause sah ich in meinen Internet-News den Link zum folgenden Ueli-Maurer-Filmchen. Für alle Ueli-Maurer-Skeptiker, wie ich einer bin, ein Brüller und für die anderen vielleicht auch mal ein Grund zum schmunzeln und nachdenken? Trotz all der kleinen Dinge, die nicht ganz stimmten: Physisch und vor allem auch psychisch konnte ich mich fantastisch erholen! Echt toll, bis nächste Woche dann wieder ….


Harte Woche

Oktober 4, 2009

Salut zusammen, diese Woche war wirklich hart und nicht nur angenehm, doch der Reihe nach.

Bereits am Montag hatte ich meine Probleme mit der Verdauung, doch am Dienstag bekam ich, vor lauter „nicht mehr drübersehen“ extrem Bauchschmerzen. Ich sah nicht mehr über den Berg und die alten Ängste kamen mal wieder hoch. Es war echt schlimm! Zudem hatte ich recht viele Ticks und die Klasse nahm somit indirekt wahr, dass etwas nicht stimmt.

Ab Mittwoch Nachmittag hatte ich Information Consulting. Wir bekamen den Auftrag, ein Beratungsgespräch zu simulieren. Zwischen mir und einer Kollegin herrschte eine solche Harmonie, dass ich ihr all meine Ängste vom Vortag anvertrauen konnte. War dies herrlich! Ich konnte alles nochmals an- und aussprechen, meinen Gedanken freien Lauf lassen. So toll! Die Dozentin half uns ebenfalls weiter, weil es recht kompliziert wurde. Die Dozentin und die Kollegin machten mir Mut, den von mir eingeschlagenen Weg weiterzugehen. Meine Zweifel verschwanden und ich erlebte einen meiner schönsten Tage an der HTW Chur! Auch Donnerstags ging es sehr gut weiter mit der gleichen Dozentin. Es war buchstäblich das Atemholen vor der nächsten „Katastrophe“.

Freitags ging zunächst alles gut: Ich konnte die Recherchen für HIDI durchführen und im Zug alles lesen, was ich mir vorgenommen hatte. Auch mit der Diät ging es nun recht gut. Ich ging am Freitag dazu über, auch die Heimleiterin einzuspannen, welche an meiner Reaktion sehr Freude hatte. Viele Leute sagen mir in letzter Zeit, dass ich wirklich abgenommen habe. Am Samstag rief ich meinen Paten an zum Abmachen. Der Hammer: Seinen Velounfall hatte er nicht wegen dem Alkohol gehabt – obwohl seine Exfrau dies behauptet hatte! Mir gab es beinahe was!! Unverschämtheit, so jemanden sollte man einfach anzeigen!!!! However, heute noch eine herrliche Festmesse bei den Kapuzinern zum heiligen Franziskus (auch nicht gerade einfach, weil ich die Pflegemutter des W. sah, der mich jahrelang in der Sek terrorisiert hatte), danach sicher bald mal essen und Abfahrt nach Chur zur letzten Woche vor den Ferien …