Friedhof und Klosterbesuch

September 12, 2009

Salut zusammen, es wäre sicherlich nicht sehr korrekt, die beiden letzten Wochen darauf reduzieren zu wollen – doch es waren nun mal die heftigsten Ereignisse.

Montag – Mittwoch schrieb ich zum letzten Mal am ADD-Blog weiter. Diese Arbeiten waren besonders hart, denn jetzt kam der VK-Austritt dran. Dies war schon recht heftig, doch auch die berufliche Laufbahn war wirklich krass! Es war echt schmerzhaft! Doch andererseits konnte ich, am nachfolgenden Tag, nochmals einen Blick in der Vogelperspektive darauf werfen und alles analysieren. Dies war wirklich wertvoll! Zudem konnte ich in der letzten Zeit mit vielen Leuten sprechen, so mit meiner ehemaligen Betreuerin des Entlastungsdienstes, meiner Patin und dem Kirchenmessmer. Nicht nur mein Dankeschön an sie, auch die vielen Erklärungen, die ich geben konnte, halfen ihnen und mir weiter.

Am Donnerstag fuhr ich per Zug nach Einsiedeln zu einer Bekannten und unterwegs ans Grab meiner Grosseltern väterlicherseits. Auf Grund meines ADS war das Verhältnis damals zwischen uns recht angespannt, doch der Besuch an ihren Gräbern half mir, ihnen endgültig zu vergeben. Mit der Bekannten in Einsiedeln hatte ich es super. Sie hütete mich auch als Kleinkind, wir sprachen viel und hatten es einfach toll zusammen. Am Samstag dann der Ausgang mit meinem Cousin in St. Gallen. Es war wirklich toll! Je länger ich studiere und aufgearbeitet habe merke ich, dass ich mit Bekannten und Verwandten viel mehr und gelöster reden kann. Es besteht, von meiner Seite her, einfach keine Barriere mehr. Mehr und mehr frage ich mich, ob ich mir, vor allem später, diese mehr einbildete … However.

Sonntag fuhr ich dann ins Kloster nach Hauterive mit einem guten Freund aus dem Fokolar. Am Montag kam er erst einmal später an und hatte so nur noch eine schlechte Busverbindung nach Hauterive raus. So fuhr ich nach Fribourg und hohlte ihn ab. Es war echt toll! Wir gingen ins Café du Populaire und holten den neusten „Le-Psy-Band“ (no 16) mit dem Titel „J’ai besoin des vacances“. Die einfachsten Geschichten übersetzte ich meinem Freund, so hatten wir einiges zu Lachen. Dienstags, am Fest der heiligen Maria, kostete ich wiederum reichlich Wein und wir liefen nach Posieux. Am Mittwoch ging es nochmals nach Fribourg zum Bierchen in meiner Lieblingsbeiz und zu Chocolat Villars. Ich kostete bewusst wenig wegen meiner begonnenen Low-Cab-Diät. Donnerstags hingen wir vor allem im Kloster rum und erhohlten uns recht gut. Wir hatten es echt toll zusammen – nicht nur, wenn es Wein gab! Ich verstehe mich mit ihm sehr gut, auch wenn er halt so seine „Mödeli“ hat, die aufregen können …

Heute war bei uns in Wil die Eröffnung des neuen Pfarreizentrums. Dies war echt toll! Die Messe mit dem Bischof gefiel mir und ich hatte gute Gespräche mit dem Pfarrer und dem Bischof selbst. Das Pfarreizentrum ist wirlich sehr schön geraten, es gefällt mir sehr! Weniger schön war eine Gruppe Jungwächtler, die mich noch immer nicht grüssen konnten. Mein Austritt dort ist schon 10 Jahre her, auch wenn nicht alles so schön lief – ich darf doch bitten! Zu allem Übel war einer von der „Gilde“ ein Nachbar, den ich eigentlich noch recht gut mag. Hols der Geier, vielleicht waren sie einfach zu sehr mit sich selber beschäftigt und ich mache mir Sorgen um nichts? Muss ihn wohl mal darauf ansprechen … Wie auch immer, bis bald dann wieder …


Tolle Geburstagsfete

August 30, 2009

Hallo Leute, der obige Titel mag ironisch gemeint sein und auch wieder nicht. Mehr dazu gleich …

Montag bis Mittwoch schrieb ich wiederum an meinem ADD-Blog. Es war extrem hart! Ich führte mir die ganze Sekundarschule zu Gemüte! Ich zog zwar Erkenntnisse daraus, was auch ich falsch gemacht hatte, doch ich sah auch wieder all den Terror vor mir. Dafür war die nochmalige Aufarbeitung der ersten Zeit bei den Verkehrskadetten äusserst schön! Was wir alles für Streiche machten, selbst auf unseren Posten!! Dazu kamen noch all die kleinen, aber feinen privaten Partys, welche wir gaben. Die Beziehung zu meinen Verwandten und Bekannten war auch extrem gestärkt worden, was ebenfalls sehr schön war! Ich konnte wiederum viele nützliche Erkenntnisse ziehen.

Am Donnerstag besuchte ich, nachdem ich meinen Gutschein im Sportgeschäft eingelöst hatte, meine alte Lehrfirma. Es ist für mich heute noch unglaublich, mit wie viel Willenskraft ich es schaffte, aus dem „geschützten Rahmen“ raus an die Fachhochschule zu kommen. Es hat was gebraucht, aber es hat sich ehrlich gelohnt! Ich wurde durch das neu gestaltete Servicebüro geführt und hatte eine nette Kaffeepause mit dem ehemaligen Leiter des Servicebüros. Dies war echt schön! Was mich hingegen echt störte war, dass in diesem von der IV unterstützten Betrieb alles neu war: Flachbildschirme, Möbel und im Büro der Geschäftsleitung sogar eine neue Kaffeemaschine. Sorry Leute, aber gerade in der jetzigen Debatte über Scheininvalide sollte man sich ein wenig mehr Zurück haltung auferlegen!! Am Nachmittag dann Weiterarbeit am Praktikumsbericht.

Freitag und Samstag arbeitete ich nochmals den ganzen Tag am Praktikumsbericht. Endlich, Samstags um 17.00, habe ich ihn endlich beendet! Danach gehe ich an die Geburtstagsparty eines ehemaligen VK-Kollegen. Dieser hatte, zu meinem eigenen Unglück, auch noch den ehemaligen Leiter Einsatze Stellvertreter und einen VK-Fahrer eingeladen. Mir gab es beinahe was!! So musste ich mich vom damaligen Leiter Stv. nochmals anfeinden lassen wegen der Einsätze unter der Woche. Er hat seine Haltung nach wie vor nicht geändert und sieht nicht ein, warum er sich entschuldigen sollte. Eine Entschuldigung wäre vielleicht auch einmal fällig für das hundsgemeine Gespräch von vor zwei Jahren, mit dem ich aus dem Verein rausgemobbt wurde!! Sauerei, verdammte!!! Diese beiden Leiter haben mir ein Teil meines Lebens zerstört – oder es zumindest tatkräftig versucht. Ihr seht, die Emotionen kommen immer noch hoch. Trotzdem weiss ich, unter welch grauenhaftem Druck damals alle standen und kenne auch die Hintergrundgeschichten. Aus der Sozialforschung weiss ich zudem, dass immer auch das Umfeld einen Menschen prägt. So gesehen kann ich ihm leichter verzeihen. Zum Glück verschwanden die beiden nach dem Nachtessen und die Stimmung besserte sich schlagartig. So war der Abend wenigstens einigermassen für mich gerettet. Fazit: Entweder der ehemalige Leiter Stv. oder ich – aber NICHT MEHR BEIDE an einer Party. Meine Energie war derart verpufft, von ihnen und von meinem tagelangen Arbeiten am Praktikumsbericht, dass ich nicht einmal mehr Lust hatte, mit ihnen nach St. Gallen in den Ausgang zu gehen.

Heute Sonntag werde ich noch die Daten sichern, den Praktikumsbericht auf Fehler durchforsten und noch ein wenig Fotos einkleben. Hoffentlich schaffe ich heute wieder eine rechte Beige – es sind immerhin über 200 Fotos! Bis auf bald dann wieder.


Ruhige Schreibwoche

August 24, 2009

Hallo Leute, letzte Woche tat ich vor allem eines: Schreiben, schreiben, schreiben.

Montag – Mittwoch waren wiederum die Blogeinträge für den ADD-Blog dran. Es war extrem hart. Diesmal ging es an die Blöcke „Schule 11 – 15″ und die Therapien der gleichen Alterskategorie. Besonders die Schule machte mich extrem fertig. Vermehrt waren auch wieder Agressionen spürbar. So fuhren wir am Dienstag abends zu einem Bauer zum Bohnen holen. Das Problem: Dieser hatte einen enorm grossen Hund. Vater nahm wohl die Bohnen von meinem Nebensitz, schloss aber die Autotür nicht. Der Hund kam und stand ganz ruhig dar, hechelte aber schon gierig. Ich sagte Vater zuerst freundlich,. dass er die Türe schliessen soll. Schliesslich geriet ich in Panik und fluchte recht rum. Die Bäuerin war entsetzt und ich hatte mal wieder einen Schock für’s Leben!

Donnerstag – Freitag dann der Praktikumsbericht der HTW. Es wird allmählich recht schwierig, schon die ganze Theorie zu integrieren ist nicht einfach. Zudem sollte der Bericht 15 Seiten umfassen – ich sehe jetzt schon, dass ich über das Ziel hinausschiessen werden. Dies kann ja noch heiter werden.

Montag Abend war auch die Orientierung über die Gemeindefusion Wil – Bronschhofen. Ich hielt mich mit Fragen bewusst zurück, doch es bleibt noch so vieles unklar. Bronschhofen hat riesige Schulden und der Umgang mit dem Geld ist für sie mehr als schwierig. Der Gemeindevorsteher, ein ehemaliger Architekt, stellt lieber Gebäude hin, als dass er nach den Folgen fragt. Ich sehe die Vorteile der Fusion ganz sicher, so die Stadtentwicklung, etc. Doch ich sehe auch die riesigen Nachteile, besonders finanzieller Art. Schade, denn ansonsten wäre Bronschhofen wirklich ein würdiger Partner!

Am Freitag gehe ich mit einem Ex-Studikollegen an die Winterthurer Musikfestwochen. Im Albani sehen wir uns Deaf Slam an. Es ist wirklich einzigartig! Eine solche Atmosphäre, diese Freude und Offenheit – es wirkte wirklich ansteckend! In der Pause wollte der liebe Kollege schon nach Hause. Noch heute werde ich den Verdacht nicht los, dass er mir einfach kein Bier bezahlen wollte. Dies, nachdem ich Oberschlauer ihm zuvor natürlich eines offeriert hatte. So kam er wenigstens „gratis“ davon, denn das Billet und die zehn Franken für das Deaf Slam hatte er trotzdem! Ich muss allerdings auch anfügen, dass seine jetzige Situation nicht einfach ist – auf Jobsuche und ein Studiumabbrecher, jetzt schon zum zweiten Mal!

Samstags dann toller Kinoabend mit einem Ex-VK-Kollegen. Wir gehen ins Kino und ich kann ihm auch viel von meinem Blog-Projekt erzählen. Ich glaube, diesen Schritt würde ich, ohne Mithilfe von Freunden und Familie, gar nicht schaffen! Am Sonntag kommen Tante und Onkel aus Flawil mit der ganzen Familie zu Besuch. Wir haben es wie üblich mega-gut zusammen, die Stimmung ist topp! Leider vergehen die Stunden derart schnell, dass man gar nicht alles besprechen kann, was man noch so möchte. Aber der nächste Besuch kommt bestimmt …


Party, party!

August 17, 2009

Hallo Leute, klingt optimistisch, der Titel, oder? Es war leider nicht immer so während dieser Woche … Den Grund dafür habe ich mir im Wesentlichen aber selber ausgesucht.

Montags bis Mittwochs schrieb ich an meinem ADD-Blog. Es war extrem hart! Der Montag begann noch relativ harmlos: Dokumente ordnen. Zum Teil herrschte eben schon ein rechtes Ablagechaos. Hernach, Dienstag und Mittwoch, die wirklich harten Teile. Allmählich kam ich in der Schule zu der Zeit, wo das Plagen einsetzte. Dies alles aufzuschreiben tat einerseits wirklich gut, andererseits war es auch extrem hart. Ich bin mir aber bewusst, wie wichtig dieses Aufarbeiten ist – denn ansonsten wird es immer schwieriger zum Studieren. Wenn ich jetzt nicht alles ablegen und aufschreiben kann, dann wird es echt schwierig. Ich kann den ganzen Müll nicht mein ganzes Leben lang mit mir rumtragen!!

Dienstags dann am Morgen der Termin bei der Postfinance. Ein wirklich netter Vertreter zeigte mir auf, wie ich meine Finanzen optimieren kann. Dies war wirklich aufschlussreich und angenehm obendrein: Nicht aufdringlich, freundlich und absolut realistisch. Dies war echt spannend und half mir echt weiter!! Ich rate jedem zu einer solchen Beratung, im speziellen bei Postfinance, auch wenn er/sie, wie ich, vorher negative Erfahrungen gemacht hat! Donnerstag dann startete ich mit dem Praktikumsbericht. Leute, welch ein Glück, dass ich alles so gut vorbereitet hatte!! Schon während des Praktikums hatte ich einen Aufsatz und diverse Arbeitsabläufe geschrieben. Das Wissen der dortigen MitarbeiterInnen nutzte ich vorallem zur Beschaffung der Fachliteratur. Ein grosser Brocken fällt weg, die 80%-Anstellung hat sich mehr als gelohnt! Den freien Tag setzte ich genau richtig ein, dies half nun enorm. So konnte ich ausnahmsweise am Nachmittag ins Kino und mir Harry Potter VI ansehen. Egal ob auf Deutsch oder Englisch-Italienisch: Es ist immer noch der gleiche Schrott!! Oberkitschig, mit wichtigen Szenen aus dem Buch, welche durch erfundene ersetzt wurden. Jedem, der jetzt noch ins Kino will rate ich von diesem Film entschieden ab. Investiert lieber in 2 – 3 Drinks im Ausgang, dann habt ihr mehr davon!!! Nicht genug, denn abends sah ich noch die Typen von der Feuerwehr Verkehrsdienst machen. Leider winken sie immer noch wie Paviane! Sorry für die Bemerkung, aber ein solch verunglücktes Winken tut mir, nach all meinen Jahren im VD-Business, im Herz weh! Ich sehe, dass ich in keine Organisation mehr reinpassen würde: Die Feuerwehr, die VK und auch Sicherheitsdienste winken zu schlecht. Mit meiner althergebrachten Winkweise und meinem Drill von dazumals, aus der Ausbildung in den Ohren, wäre es nicht mehr möglich.

Freitags dann nochmals Praktikumsbericht und am Abend ein Konzert zur Feier des Woodstock-Jubiläums im Salzhaus zu Winterthur. Das Konzert war wirklich toll, jedenfalls die ersten 3 Stunden. Dann fing einer der Musiker an, mit dem Geigenbogen über die E-Gitarre zu streichen und der Sänger gab Laute wie ein Kleinkind von sich. Mir reichte es (und vielen anderen auch!), kurzerhand schleppte ich meinen Bruder, der mt mir hinging, zum Bahnhof und ich fuhr sofort nach Hause. Dies war ein Glück, denn ich erwischte noch den letzten fahrenden Intercity-Zug und war um 01.00 in Wil. Am Samstag dann das Quartierfest. Der heftigste Stimmungs- und Partymacher war nicht vor Ort, so war es erstmals etwas ruhiger. Am Anfang harzte es bei mir wie üblich etwas mit dem Reden, doch ich kannte nichts und fing einfach mal an. So kam es dennoch gut. Am Sonntag dann vorallem Faulenzen und Fotos entwickeln lassen per Internet. Mal sehen, wie die nächste Woche wird – einen Tag habe  ich ja schon erlebt -:) Bis dann.


Erholsame Bergferien

August 9, 2009

Salut zusammen, endlich wars wieder mal soweit und es ging in die Mayens de My. Es war schlichtweg herrlich!

Zuerst einmal hiess es aber noch Ausharren und am ADS-Blog weiterschreiben. Das Projekt ist zwar riesengross, doch es muss jetzt nun einmal sein. Wenn ich die Vergangenheit nicht endlich ruhen lassen kann, werde ich immer etwas haben, das mir im Wege steht. Dies haben mir die zahlreichen Stunden mit meinem Mentor in Zürich gezeigt. Daneben galt es auch noch, für die Ferien zu packen. Doch dann ging es endlich los!

Wir fuhren am Mittwoch in Richtung Wallis und ich durfte mich auch mal wieder ans Steuer setzen. Schon cool, auch wenn der alte Klepper beim Runterschalten nicht langsamer wird und du somit bremsen musst wie blöd. Wie ein Smart fourfour, aber echt! Wer die ersten Modelle gekannt hat, stimmt mit mir sicher gern ins Loblied mit ein! Kaum oben angekommen fing es an mit der „Hausputzete“. Es war echt grässlich, die Mayensäss war echt schmutzig und einzelne Möbel verfallen. Doch wir schafften es, zum Glück. Ebenfalls an diesem Tag, abends, traf mein Bruder ein. In der ersten Nacht blödelten und lärmten wir derart, dass die Nachbarn uns tags darauf ansprachen. Mutter meinte dazu nur: „Wie junge Kälber auf der Alp!“ Donnerstags fuhren wir nach Anzère, wo wir eine herrliche Wanderung ins Tal machten. Es war echt toll, wirklich einzigartig. Das Wetter war toll, die Aussicht ebenfalls. Auf dem Weg picknickten wir und spielten ein paar Runden Uno, was besonders meinen Bruder ein wenig „angurkte“. Freitags dann die Mayens da la Zour. Wir liefen meist den Wasserleiten nach im Wald, was ebenfalls herrlich war. Hernach brachten wir meinen Bruder zur Postautohaltestelle. Mutter und ich gingen anschliessend an die 01.08. – Feiern- Vater hatte Bauchweh … Es war trotzdem wirklich toll, eine Feier wieder mal im kleineren Rahmen. Am Weekend geschah nicht mehr viel. Am Samstag schliefen wir tüchtig aus und erholten uns von allem, am Sonntag dann die Messe und der Besuch des Vermieters unseres Ferienhauses.

Montags gingen wir in Saillon baden. Ich löste diesmal für CHF 9.00 den Zuschlag für den Wellnessbereich! Es war wirklich herrlich, der Urlaub hatte hier endlich begonnen! Zu lange bleiben konnte ich nicht, weil noch Verwandte in Sion warteten, schade drum! Der Besuch war auch entsprechend langweilig in einem lauten Café und oberlangweiligen Gesprächen. Dienstags dann Mittags die nächsten Verwandten. Es war extrem schade mitanzuhören, wieviel Negatives Lilli von sich gab – alles war durchwegs nur schlecht! Es fing bei einer Tochter an, die schon fast einen religiösen Wahn habe (im geschlossenen Kloster Nonne), ihrem Sohn, der ein Militärfreak sei und schliesslich die Erben um das Haus ihres verstorbenen Mannes, mit denen sie in Streit lebe. Genauso langatmig war es auch, nur da zu sitzen und zu essen – mir wurde schliesslich vor lauter Alkohol und Fleisch richtig schlecht und ich musste mich hinlegen.

Mittwoch bis Freitag gingen wir viel wandern: Die Wanderung zur Cabane de Prarochet mit Käsekauf, die Alpentour und am Ende noch die Mayens de Conthey der Wasserleite entlang. Alles wirklich sehr schön, das Wetter spielte auch mit. Meist hatten wir wolkenlose Fernsicht, besonders hier oben war dies einfach fantastisch! Samstags, vom Wetter her der hässlichste Tag, reisten wir dann retour nach Hause. Weil das Auto zu überladen geworden wäre (mit Aprikosen und Tomaten) luden mich die Eltern am Bahnhof Sion ab und ich fuhr mit dem Zug retour. Zum Glück habe ich ein GA, in solchen Situationen wirklich genial! Es war auch spannend, die Gestalten zu sehen, welche an die Streetparade gingen. Danach noch ein herrliches Bad und Auspacken. Heute hingegen faulenzte ich mal mehrheitlich, auch wieder mal schön. Bis nächste Woche dann wieder …


Wenn einer eine Reise tut …

Juli 5, 2009

Salut zusammen, diesen Samstag war es endlich soweit und ich reiste nach Florenz … Doch davor war ja noch eine Woche.

Montags hatte ich viel aufzuarbeiten – es ging von der Buchhaltung bis zum Lernen von Italienischwoertern fuer hier. Daneben wollten natuerlich auch die Auftraege der Eltern erledigt sein. Zudem startete ich mit den Strukturen fuer den ADD-Blog. Es wird wirklich ein cooles Projekt, ich kann so meine gesamte Kindheit aufarbeiten!! Dienstags dann nochmals die Strukturen erarbeiten. Ich muss mich auf’s Wesentliche beschraenken, ansonsten gehts fast nicht!

Mittwochs gehe ich mit meinen Eltern baden im Bodensee. Dies jedoch erst, nachdem ich mit Vater die Hecke schneiden durfte und Mutter das Velo zum Velomech gebracht hatte. Es ist das letzte gemeinsame Mittagessen vor Florenz, entsprechend geniessen wir es. Donnerstags schreibe ich zum ersten Mal Eintraege im ADD-Blog. Es geht laenger, als ich dachte. Obwohl ich zu Beginn dachte, ich koenne mich an nichts mehr erinnern, kam doch erstaunlich viel noch aufs Tapet. Einen Tag lang war ich somit dran. Freitags dann noch Woerter lernen und packen. Es dauert extrem lange, denn ich muss mir viel mehr merken als sonst – schliesslich muss noch das Schulmaterial mit, u.a.

Samstags dann die Fahrt nach Florenz. Weil ich heute etwas mehr Zeit habe also mal einen genauen Beschrieb der Reise. Um 06.10 faehrt der Zug bereits ab. Ich fahre nach Zuerich und nehme dort den direkten Cisalpino nach Florenz. Schon in der Schweiz steht der Zug still. Ich bin beunruhigt, doch schliesslich ist es nur wegen eines entgegenkommenden Zuges. Die Fahrt ist extrem schoen! Es geht ueber Lugano und das Tessin ueber Como und Milano bis runter nach Florenz. Das letzte Stueck der Fahrt besteht zwar vielfach nur aus Tunnels, doch schon jetzt zeichnet sich die schier unglaubliche Schoenheit dieser Landschaft ab. Dann, in Florenz, nehme ich ein Taxi zur Signora. Schon beim Durchfahren verliebe ich mich in diese herrliche Stadt, unglaublich! Angekommen, werde ich von einer aeusserst aufgestellten Dame begruesst. Sie traegt mir sofort das „Du“ an, fuer uns Studis ist sie schlicht und einfach Daniela. Wir haben noch einen amerikanischen und einen tuerkischen Studenten bei uns. Mit dem Amerikaner gehe ich nachher in den Ausgang. Er kann noch kaum Italienisch und spricht nur American-English. Wird das laestig!! Im Ausgang laeuft alles in Englisch, logo, ansonsten gehts fast nicht. Zuvor war ich noch bei uns in der Messe. Es war wirklich toll, obwohl ich 15 min. zu spaet kam und fast nichts verstand. Zu Hause sprechen wir aber Italo, sonst ist es mit der Gemuetsruhe von Daniela bald vorbei. Ansonsten ist Daniela aber wirklich klasse. Besagtem Student gelang es doch tatsaechlich, eine kleine Vase zu zerschlagen. Zuerst war Daniela recht sauer, doch schon bald grinste sie ihn an und  meinte: „Ach egal, nicht so wichtig, sie war eh nicht so viel wert“. Das Haus von ihr ist uebrigens spitze – mit Terrasse und gekuehlten Zimmern. Natuerlich kocht Daniela absolut spitze, ich kriege fast nicht genug davon!!!

Heute Sonntag. Der amerikanische Student will den ganzen Tag seinen Rausch vom Freitag ausschlafen, der tuerkische Studi hat Pruefungen an der Uni. So ziehe ich alleine los, denn nur zum Schlafen bin ich nicht nach Florenz gekommen! Apropos schlafen: Die letzte Nacht war graesslich. Ich brachte es doch tatsaechlich fertig, das Fenster zu schliessen. Folge: Fast keine Luft und enorme Hitze. Zudem musste  ich morgens um 03.30 bis 04.00 eine aeusserst aggressive Muecke umbringen, gab das Action!! Doch zurueck zu heute. Ich ging nochmals den Weg zur Schule. Ich weiss nun genau, wo es lang geht – schon mal gut fuer morgen. Danach laufe ich in die Stadt, gehe ueber die Ponte Vecchio (wundervoll!), laufe auf den Hauptplatz und gehe in die Uffizien. Dort war ich bis jetzt. Es war wirklich wundervoll! Die Raeume dort sind einfach herrlich, absoluter Wahnsinn! Der Blick auf den Arno und den Innenhof ist nicht zu uebertreffen und die Kunstwerke zeugen vom unglaublichen Koennen der Kuenstler von damals. Ich kann dies fast nicht mit Worten beschreiben, auch Fotos genuegen nicht – soweit man welche machen darf.Man muss es selber gesehen haben, um dies richtig nachvollziehen zu koennen! Ich glaube wirklich, dass ich mich jetzt auch in diese Stadt verliebt habe! Dennoch sollte ich wohl weniger am Samstag in den Ausgang gehen, dafuer am Sonntag aufstehen und mehr aus dem Tag machen. Auch wieder was gelernt!!