Sommerfrische und Archivarbeit

August 5, 2008

Viel habe ich wiedermal aufzuarbeiten, doch es ist auch viel geschehen. Am Montag (auch schon wieder vor zwei Wochen, ich weiss …) erfahre ich zuerst mal, dass wir nicht am Mittwoch, sondern erst am Freitag Nachmittag in die Ferien fahren. Auch nicht schlecht, so kann ich noch diversen administrativen Kram erledigen und mich mit einem Freund in Luzern treffen. Wir baden, liegen am See und haben’s einfach fantastisch zusammen. Das Morgenessen ist ebenfalls top, wir brunchen auf der Terrasse des Studentenwohnheims, echt herrlich!

Am Freitag Abfahrt ins Wallis, abends um 19.00 komme ich in St. Germain bei Savièse an. Zusammen mit meinen Eltern verbringe ich echt herrliche Ferien in den Mayens de My ob Sion. Am Montag besuchen wir Verwandte auf einer Alp im Turtmanntal, auch wirklich schön. Die Berge sind so nah, dass man am liebsten sofort aufsteigen möchte. Wie (schon beinahe überall) im Wallis sitzen wir aber nur rum, essen, trinken und reden, reden, reden … Dienstags kommt meine Patin aus Würenlos. Sie ist bereits recht alt (über 70), weil wir sie gut kennen, wird das Reden nicht allzu schwer. Als es etwas stockt hole ich spontan meine Ferienfotos aus dem “Schlafzimmer”, so geht’s gut.

Warum Schlafzimmer in “”? Nun, wir waren auf einer Mayensäss auf über 1000 Meter über Meer. Dort haben wir exakt 2 Zimmer und eine Küche mit WC und kleiner Mini-Dusche und natürlich kein Internet. Ich LIEBE DIESE FERIEN - und das meine ich ernst! Es ist so toll, dort zu leben, die Natur zu geniessen und einfach mal weg zu sein von aller Zivilisation. Wie auch immer, nach weiteren schönen Besuchen bei Bekannten fuhr ich am Samstag retour nach Wil.

Diese Woche startete ich meine Arbeit im Archiv des Ammann-Verlages in Zürich. Leute, es ist wirklich fantastisch! Die etwas spezielle Ordnung dort im Keller ist für mich kein Hinderniss, sondern reizt mich erst recht, meine Talente einzusetzen. Ich finde es herrlich, wie aus einem Chaos eine gesamte Ordnungseinheit entstehen kann, auf die der Kunde zugreifen kann. So wird das Archiv wirklich nützlich. Selbstverständlich kann ich nicht das ganze Programm durchziehen mit Indexierung eines jeden einzelnen Blattes Papier, doch schon die Namen der Korrespondenzpartner reichen. An dieser Stelle aber Stop, der Datenschutz! Wer mehr über “meine” Praktikumsfirma erfahren möchte gehe doch einfach schnell auf http://www.ammann.ch/ Wirklich interessant, was die so vertreiben. Nebenbei bemerkt, ist Eric Emmanuel Schmitt einer meiner Liebelingsautoren!

So, genug für heute, bin ziemlich geschafft. Die Archivarbeit ist wirklich anstrengend! Habe übrigens die Verlinkung von Ihnen gesehen, Herr Graf. Vielen Dank dafür, es freut einen immer als (zukünftigen) Info-Wissenschaftler, auf Gleichgesinnte zu treffen. In welcher Beziehung stehen Sie zum Beruf? Sorry, dass ich den Kommentar nicht direkt abgebe, das Anmeldeverfahren bei Ihrem Anbieter lade ich mir heute lieber nicht nochmals auf!! Good night to everybody.


Ferien im Wochenformat

Juli 5, 2008

Diese Woche war wieder mal wirklich locker. Ich konnte mich komplett ausbaumeln lassen - und wahrscheinlich wird dies in England auch noch so weitergehen.

Montags war ich am Nachmittag daran, das Archiv meines Nachbarn zu erstellen. Dienstags dann auch mal wieder Ausschlafen, Besorgungen in der Stadt und nochmalige Besprechung mit dem Nachbarn. Eigentlich möchte ich ihm das Retrieval mit Jahreszahl-Post-Its in der CD-Sammlung erleichtern, doch er will nicht. Als Archivar ist es immer wichtig, den Wunsch des Kunden vor die eigenen Vorstellungen zu stellen und auch entsprechend zu arbeiten - denn der Kunde muss sich zurechtfinden.

Den Mittwoch nutzte ich, um diverse administrative Dinge aufzuarbeiten und meine Velos zu reinigen. Keine einfache Arbeiten, doch schliesslich konnte ich, mit Schweisstropfen auf der Stirn, trotzdem noch fertig werden.

Am Donnerstag der Ausflug mit meinem Cousin an den Bodensee. Nahe Egnach, beim Campingplatz, kannte er einen tollen Badeplatz. Dieser ist wirklich empfehlenswert! Eine weite Wiese, schattenspendende Bäume und der See so erfrischend! Echt toll!! Klein, überschaubar, einfach cool und zudem kaum bekannt. Besonders die Brätelstelle hat es uns angetan, zum ersten Mal seit Jungwachtzeigen mal wieder ein Feuer entfacht, war auch wieder mal witzig.

Freitags dann das Highlight der Woche: Die Besichtigung des Ammann-Verlages in Zürich. Ich darf dort im August das Archiv mitgestalten. Das Personal ist echt nett, ich fühle mich sofort wohl und gut aufgehoben. Die Aufgabe wird sicher anspruchsvoll, doch dies ist auch gut so. Eine langweilige, sinnlose Arbeit würde nur demotivieren!

Heute Samstag, der letzte Tag vor meiner Ferienreise nach England und Paris (werde darüber speziell berichten!). Noch einzelne Dokumente einscannen, Linkliste erstellen und jetzt dann gleich packen. Mal sehen, wie das wird, bin jedenfalls schon mächtig nervös und freue mich riesig. Werde versuchen, wenn ich Internetanschluss habe, auch mal was zu schreiben … Bilder einfügen kann ich leider nicht, weil  ich meine Digicam vergessen habe in Chur. So “fötele” ich halt mal wieder mit den alten Farbfilmen, auch wieder mal lustig. Bis bald dann.


Der Fussball rollt

Juni 8, 2008

Endlich ist es soweit! Die Uefa-Euro 2008 ist eröffnet! Nebst dem runden Ball aus Leder beschäftigte mich vor allem das Lernen, doch der Reihe nach.

Dienstags begann ich mit den Zusammenfassungen für Information Retrieval, der praktische Teil. Hier war vor allem wichtig, mir auch eine Strategie zurecht zu legen, um all diese Infos aus den Datenbanken geschickt zu verarbeiten. Mittwochs dann wirklich Datenbanksysteme, dort vor allem SQL-Übersicht erstellen und Skripte durchlesen. Am Spannendsten dann definitiv Kommunikationswissenschaften am Donnerstag, mein absolutes Lieblingsfach! Die Tatsache, wie die zwischenmenschliche Kommunikation zu Stande kommt und aufgebaut wird, fasziniert mich immer wieder. Am Freitag dann morgens noch kurze Repetition und Italienisch büffeln. Allgemein war es eine wirklich gute Woche, in der ich gut konzentriert lernen konnte. Eine tolle Hilfe ist dabei mein Zimmer hier im Lehrlingsheim Chur, die Ruhe um mich herum ist zum Lernen schlicht grossartig!

Freitag nachmittags dann die Stadtführung mit unserem Kommunikationslehrer. Es ist echt interessant, wir werden an Gebäude herangeführt, die ich sonst nie gesehen hätte und deren Bedeutung mir zuvor nie klar war. Geführt wurden wir von einem älteren Herrn des Tourismusbüros, der diese Aufgabe absolut sensationell meisterte. Besonders das Innenleben der Churer Kathedrale war echt erstaunlich.

Gestern Abend sah ich mir, zusammen mit den Leuten vom Fokolar, das Eröffnungsspiel der Euro 08 an. Gemeinsam litten wir mit den Schweizern mit, als es bergab ging. Der Match war irrsinnig spannend, wirklich Fussball vom Feinsten. Trotzdem hätte es nicht sein sollen, besonders die Verletzung von Frei ist besonders ärgerlich! Nach einem gediegenen Essen spielten die anderen ebenfalls Fussball (ich bin immer noch lädiert von meinem Sturz, d.h. trage eine Fussschiene). Ich bin wirklich immer wieder gerne im Fokolar, die Einheit dort und die Freundschaft zu einem Mitglied bedeuten wir sehr viel. Nach dem Spiel gingen wir in die Fanzone in Zürich. Alles überteuert, extrem viele Leute und den Rucksack abgeben müssen - danach durfte ich meinen Velohelm am Arm mittragen. Ich empfand diese Sicherheitsvorkehrungen echt als schikanös. Wahrscheinlich hatten sie angst, im Rucksack wäre eine Bombe oder so … Die Welt zu Gast bei Bünzlis, oder wie sieht’s aus …??!! Die Stimmung war wenigstens echt super. Leider verpasste ich den früheren Zug und konnte so erst um 00.17 nach Hause fahren ab Zürich.

Heute gemütlich ausgeschlafen, noch etwas gearbeitet und nach Chur retour gefahren für Lernwoche II von III. Werde noch etwas für eine Kollegin einscannen, duschen und nachher schlafen. Bis in einer Woche wieder und gute Nacht.


Wandern im Sonnenschein

April 27, 2008

Hallo Leute,

heuer ein wirklich tolles Weekend gehabt. Am Freitag fuhr ich (nach einem grausigen Fischdinner - ich kann Fisch nun mal nicht ausstehen) etwas später als gewohnt nach Hause. Eigentlich schade, denn so reichte es nicht mehr, mein Privatkonto bei der Credit Suisse aufzulösen. Für alle, die sich immer noch fragen, warum ich dies tue, hier eine kleine Aufstellung:

  • Negativschlagzeilen wegen der Bankenkrise: Ich habe zu dieser Institution schlichtweg kein Vertrauen mehr.
  • Mickriger Zins auf dem Sparkonto, bei der Postfinance erhalte ich aktuell 4 %, nachher noch 2 %, aber immerhin!
  • Leiter Einsätze VK, den ich nicht ausstehen konnte. Ist höherer Angestellter dieser Bank, deshalb möchte ich diese nicht mehr unterstützen (und ebenfalls entspricht es nicht meinem Willen, wenn der feine Herr meine Vermögensverhältnisse kennt!).

So, wäre dies auch mal gesagt. Am Samstag Wanderung mit meinem Bruder von Greppen nach Viznau LU. Die Aussicht auf See und Landschaft war schlichtweg umwerfend, ich kam mir vor wie im Paradies! Wir hatten’s toll zusammen. Allgemein finde ich’s cool, welch guten Zusammenhalt wir in der Familie haben. Wir halten zusammen wie Pech und Schwefel, gerade in Krisenzeiten ist mir meine Family sehr wichtig.

Sonntags Jazzbrunch des STV Wil. Die Band spielte absolut genial, nicht nur Jazz, sonder auch Dixie. Am Schluss gab’s Standing Ovation, wirklich gediegen. Nur hatte ich, nach all diesem Essen, nicht mehr wirklich viel Energie für die Hausaufgaben. Zum Glück habe ich morgen noch genügend Reserven eingeplant. Allerdings werde ich diese Woche “die Brücke” machen, um zu lernen und somit nächsten Freitag nicht in die Schule gehen (wer erinnert sich noch an mein “Freitagsfach”? Ach ja, Kommunikation, oder …?). Wie’s dann genau läuft, später mal hier bei mir wieder. Bis dann und gute Nacht.