Paris einmal anders

Juli 19, 2008

Noch nicht so genau beschrieben habe ich den Hotelwechsel. Dieser geht am Donnerstag ueber die Buehne. Als ich aufstehe weiss ich genau, was ich tun werde, denn in der Nacht hatte ich mir das Hotel bereits ausgesucht. Zunaechst mal habe ich irre Muehe dem Wirt beizubringen, dass ich wechseln werde. Er sichert mir zu, der Nachtwaechter wuerde umgehend ausgewechselt und ist entsetzt, als ich darauf beharre. Ich hatte mich ja schon mal beschwert wegen der Tuergeschichte, warum sollte ich ihm also glauben …?

Mit der Metro fahre ich zu meinem neuen Hotel, auch dessen Name sei hier nicht ungenannt: Hotel des Batignolles, 26 – 28 Rue de Batignolles, 75015 Paris. Das Zimmer ist ein Traum, Dusche und WC im selben Raum, sauber geputzt und alle Tapeten haengen noch an den Waenden! Ich bin definitiv im Hotelhimmel gelandet!! Die Bedienung ist freundlich und zuvorkommend, manchmal auch etwas gar stirr. Als ich z.B. einen Schokogipfel gegessen hatte und mein Mund etwas verschmiert war laechelte mich der Portier an, sagte aber kein Wort. Weiss nicht, ob das bei uns damals auch passiert waere. Kaum im Zimmer bemerke ich mit Entsetzen, dass meine Lebensmittel noch im Bervic sind. Also retour und holen, bevor mir der Nachtwaechter noch was reinmischt … An diesem Tag schreibe ich die Karten und besuche das Montmartre-Quartier, wo ich, auf der Treppe sitzend und bei herrlicher Aussicht, das mitgebrachte Essen der Metzgerei geniesse.

Am Freitag wache ich recht zerschlagen auf: Die verstopfte Nase und das noch vorhandene Halsweh haben mich recht gebodigt. Trotzdem bin ich recht bald auf den Beinen und gehe zuerst ins Informatikmuseum in der La Defense. Wirklich eindruecklich, doch die Geschichte ums Information Retrieval wird viel zu wenig behandelt. Gerade dies ist aber so wichtig fuer die Zukunft im Informationsfluss und im Verstaendnis desselben! Wirklich Schade, denn der Rest ist echt faszinierend! Mal „live“ einen alten PC-Raum zu sehen oder die Geschichte von Microsoft in Bildern … Da komme ich als IW-Student glatt wieder ins Schwaermen. Danach Besuch bei Ines, eigentlich wollte ich heute Abend mit ihr und ihrer Freundin ins Jazzlokal, doch ihre Mutter hat Geburi. Sie ist viel kuehler zu mir als auch schon – oder liegts nur daran, dass wir im Schuhladen stehen und sie nicht mehr zeigen darf …? However, danach Nachtessen beim Libanesen im Quartier und frueh schlafen gehen und vor allem lange.

Das lange Schlafen und die Umstellung der Ernaehrung wirken, ich bin viel weniger muede als auch schon. Heute, nachdem ich im Bervic das Geld geholt habe, den Check einloesen, Visite einer neuen Bibliothek und Essen im Nos Encentres les Gaullois, habe dort reserviert. Evtl. noch das Jazzlokal aufsuchen und weitersehen, morgen Heimreise per TGV. Werde morgen oder auch erst am Montag schreiben, was genau abging. Bis dann.