In Chur ist der Bär los
Mai 25, 2008Was, ein neuer Bär in Chur? Ist JJ3 etwa wieder aus dem Bärenhimmel zurückgekehrt? Nein, nein, aber an diesem Weekend war das Churer Bahnhoffest.
Zuerst mal gleich ein paar Dinge voreweg: Ab heute lasse ich die seltsame Anrede am Anfang bleiben, sondern beginne lieber mit einem “Aufhänger”. Ebenso werde ich nur noch am Sonntag schreiben, weil ein Wochenrückblick doch etwas mehr Stoff bietet.
Aber ganz von vorne. Die letzte Woche war mal echt gut. Am Freitag, als erstes Highlight, die Informatikmesse OrbitIex in Zürich-Oerlikon. Am Bahnhof treffe ich zwei unserer Dozenten der HTW, bin fast ein wenig geschockt. Die Messe ist mega-cool, seit ich IW studiere bleibe ich nicht mehr nur 2, sondern geschlagene 6 Stunden. Pröbelte ein wenig an einer Linux-Version, allgemein cool, bis ich zur Datenbank gelangte. Zwar mein CREATE TABLE-BEFEHL in SQL absolut korrekt, die Tabelle verschwand auf misteriöse Weise vom Bildschirm. Resigniert davongelaufen. 2 Heinis wollten mir eine Onlinewerbung verkaufen, doch auf die Frage, wie’s denn so mit Precision und Recall stünde, stotterten sie rum und boten mir einen Kaffee an. Überstürzt den Stand verlassen, Horror-Mine aufgesetzt. Wii zeigte mir (neuestes Gameprogramm), dass ich Übergewicht habe, wie motivierend. Ansonsten noch ein wenig bei der VOIP-Telefonie und beim Informatik-Magazin Anthrazit rumgedüst, das ich jetzt auch abonniert habe. Nebst all der Fachliteratur tut so ein wenig Userfreundlichkeit doch wieder extrem gut!! Doch allgemein hat mir die OrbitIex sehr gut gefallen.
Danach Heimfahrt im Zug. Unsere SBB geht echt vor die Hunde! Sie hatten irgendwo zwischen Genf und Zürich (wieder mal) Fahrleitungsstörung, der Zug kommt 30 Minuten später und fährt nur bis Winterthur. Dort informiert uns niemand, wie’s weitergeht, zum Glück stimmen ab jetzt die Fahrpläne. Ich betreue eine ausländische Familie, trage ihnen die Koffer und helfe ihnen sprachlich weiter. Zu Hause dann Panik, der Rasen sollte gemäht werden. Mein Bruder kann nicht, er stand vorher wieder 6 Stunden im Militär. Dies ist begreiflich, zu VK-Zeiten stand ich zum Teil 12 Stunden … Ich kenne das Gefühl, doch mit meinem Fuss kann ich auch nicht mehr die Wiese mähen, also ist’s an Papa wieder mal.
Samstags noch die Bewerbung für’s Sommerpraktikum absenden und Fahrt nach Chur. Hier besuchte ich am Bahnhoffest das Sina-Konzert, es war absolut cool! Mitten in einer Schar von Bündnern sang ich jede einzelne Melodie auf Walliserdeutsch mit, hüpfte und “ging voll ab” … Geschlafen habe ich auch gut danach. Wenigstens hatte Sina mir den Abend gerettet, zuvor durfte ich mir noch Polo Hofer anhören. Sorry an alle Fans, aber ich verstehe den Typen fast nicht beim Singen. Er mag ja echt cool sein, aber wenn ich nichts verstehe, ist’s bei mir schon mal vorbei!
Heute Sonntag wieder mit dem Bus ans Bahnhoffest gefahren. Die VK-Abteilung Chur ist echt nicht zu beneiden. Den inneren Kern des Einsatzes dürfen sie nicht stellen, dort steht die Securitas. Stattdessen wurden sie an die Seitenränder zum Verkehrsdienst vertrieben. Was immer ich auch gegen unseren Leiter Einsätze bei den Fürstenländern und seine diktatorische Art zu sagen hatte, eines hat er nie zugelassen: Securitas auf unserem VK-Gebiet. Lieber liess er uns unter der Woche stehen! Wenn man ihm etwas zu Gute halten kann, dann wenigstens das - auch wenn sonst vieles schrecklich schief lief (und läuft).
Wie auch immer, ich fuhr mit einem alten Postauto nach Untervaz und von da mit dem Dampfzug zurück. Echt cool, doch der Gestank der Lokomotive war echt grässlich! Da begreife ich die Menschen, die fluchend und schreiend nach einer Tagesreise aus dem Zug kletterten - womöglich noch mit Russ beschmiert. In Chur sah ich mir diverse Lokomotiven an, darunter auch den Führerstand des TGV. Ich freue mich bereits jetzt auf meine Reise von Paris her retour mit eben jenem Zug. Heute Abend dann Puff mit dem Internet - erst wenn ich die IP-Adresse von Hand eingeben, kriege ich einen Anschluss. Dies, weil von der Cablecom her das Modem ausgewechselt wurde und somit alles nicht mehr funktioniert ausser das Modem des Heimleiters. Die Cablecom hatte die Vorgabe gestellt, dass ein neues Modem installiert werden sollte, dies, wenn das Internet nicht mehr funktioniere. Dies war heute der Fall, jetzt funktioniert zwar das Modem beim Heimleiter, aber unsere WLAN-Verteiler nicht mehr - so haben wir Studenten eben unsere eigenen Tricks auf Lager. HEISSER TIPP: Niemals zu Cablecom wechseln, denn dort gibt’s unnützliche Setop-Boxen und schrottreife Zugänge. Da bleibe ich lieber bei Swisscom, viel weniger Aerger und besserer Service mit Notfallnummer und so. Gute Nacht allerseits.
Verfasst von manuelkunz

